Kyoto-Protokoll: EU übertrifft ihr Ziel beim Klimaschutz

Die EU wird ihre Ziele beim Klimaschutz erreichen und ihren Ausstoss an Treibhausgasen sogar stärker verringern als im Kyoto-Protokoll vereinbart. Einzelne EU-Länder schaffen das Ziel aber nicht aus eigener Kraft – ähnlich wie die Schweiz.

EU verringert Treibhausgase sogar stärker als im Kyoto-Protokoll vereinbart
Um den Klimawandel zu bremsen muss der CO2-Ausstoss stark sinken. Foto: © iStockphoto / Thinkstock.
  • 0

In zwei Monaten endet die erste Phase des Kyoto-Protokolls. Nach der Schweiz meldet nun auch die EU, dass sie ihre darin festgelegten Klimaziele erreichen wird. Obwohl die Wirtschaft im Jahr 2011 gewachsen ist, sei der Ausstoss an Treibhausgasen um durchschnittlich 2,5 Prozent zurückgegangen, berichtet die Europäische Umweltagentur (EUA).

Damit verringert die EU die Klimagase sogar stärker als vereinbart. «Die Europäische Union als Gesamtes wird ihr Kyoto-Ziel übererfüllen», sagte Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EUA gegenüber spiegel.de.

Während die EU als Ganzes beim Klimaschutz glänzt, sind die Emissionen in einzelnen Mitgliedsstaaten 2011 jedoch weiter angestiegen statt zu sinken. Wenn sich nicht noch viel ändert müssen diese Länder zur Erreichung der Klimaziele auf dasselbe Mittel wie die Schweiz zurückgreifen. Diese schaffte nur durch den Zukauf von Emissionszertifikaten ihren CO2-Ausstoss auf das vereinbarte Niveau zu senken.


Quelle: Europäische Umweltagentur, spiegel.de

Text: Leena Heinzelmann

 

Internationale Vereinbarungen zum Klimaschutz

Im Kyoto-Abkommen wurde vereinbart, den CO2-Ausstoss in Industrieländern von 2008 bis 2012 um 5,2 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken. Die EU hat sich sogar eine Verringerung um acht Prozent als Ziel gesetzt.

Ende des Jahres sollen auf dem Klimagipfel in Katar weitere Ziele festgehalten werden. Die EU will sich bis 2020 zu einer Verringerung der Treibhausgase um 20 Prozent verpflichten.