Mit Pillen gegen zu hohen CO2-Fussabdruck

Nachhaltige und sparsame Produkte auf den Markt zu bringen, um die Umwelt zu schonen, das ist lobenswert. Doch laut dem Bioethiker S. Matthew Liao ist das Problem der Mensch an sich, der mit seinen Grundbedürfnissen die Umwelt in zu hohem Masse belastet. Er stellte Forschungen an, wie der Mensch biologisch verändert werden kann, um nachhaltiger und umweltfreundlicher zu sein.

PIllen sollen Menschen umweltfreundlicher machen.
Mit Pillen will Liao die Menschen nachhaltiger und umweltfreundlicher machen. Foto: © Yahia LOUKKAL - Fotolia.com
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Eingriffe in die menschliche Natur durch den Menschen selbst sind in Gesellschaft und Wissenschaft sehr umstritten. Liao begründet sein «human engineering» deshalb damit, dass der Klimawandel gerade durch den Menschen zustande kommt und dieser so die Verantwortung tragen solle, ihn zu begrenzen. Kein vollendeter Übermensch, sondern ein perfekt auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz getrimmtes Lebewesen soll also entstehen. Dazu hat der Wissenschaftler sich einige «Wundermittel» einfallen lassen.

Pille gegen Fleischkonsum

Es ist allseits bekannt, dass der Genuss von Fleisch negativ für den ökologischen CO2 Fussabdruck eines jeden ist. Doch auch wenn man das weiss und auf Nachhaltigkeit bedacht ist, fällt der Verzicht vielen schwer. Mit Liaos innovativer Pille könnte diesem Verlangen nun Abhilfe geschaffen werden. Wer sie einnimmt, bei dem stellt sich sofort ein Übelkeits-Gefühl ein, sollte er dennoch herzhaft in einen Burger beissen. Daraus folgt: weniger Fleischkonsum, daher auch weniger CO2-Ausstoss.

Nur noch kleine Menschen

Möglichst klein und rentabel soll der zukünftige Mensch sein. Denn je grösser der Mensch ist, desto mehr benötigt er. Wäre der Mensch nun aber etwa 15 cm kleiner, dann liessen sich laut Liaos Berechnungen zusätzlich Treibhausgase einsparen, weil ein kleinerer Mensch weniger Energie, weniger Benzin zum Fortbewegen und weniger Nahrung bräuchte. Um dies zu erreichen, sieht er zwei unterschiedliche Methoden. Entweder sollen kleine Menschen durch eine Selektion im Reagenzglas bevorzugt werden oder mittels der Verabreichung von Hormonen, die das Wachstum in der Kindheit rechtzeitig stoppen, klein gehalten werden.

Ob und wie zukünftig die Menschen dazu gebracht werden sollen, die «Nachhaltigkeits-Präparate» einzunehmen oder die Grösse ihres Nachwuchses im Reagenzglas zu selektieren, bleibt jedoch fraglich. Zwingen will der Forscher dazu jedenfalls niemanden, betont er. Seine Methoden sollen nur auf rein freiwilliger Basis angewendet werden.

Quelle: 20minuten, smatthewliao Text: Miriam Dippe

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