Drohende Nahrungsknappheit durch Dürren und Brände

Extreme Sommertemperaturen in der Schweiz, Hitzeperioden und Dürren in den USA und Indien. Das alles sind die Folgen vom Klimawandel. Doch nicht nur Brände und Hitzeschläge bedrohen unser Leben - auch die Hungersnöte verstärken sich dadurch.

Durch die Dürren werden Nahrungsmittel und Wasser immer knapper.
Dürren sorgen dafür, dass immer weniger Nahrung vorhanden ist. Foto: © iStockphoto / Thinkstock
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Der Klimawandel provoziert extreme Trockenperioden welche drohen, Nahrungsmittel, Wasser und die Energieversorgung knapp werden zu lassen. Getreidefelder gehen ein, Wiesen für das Vieh verdorren und Wüsten breiten sich immer weiter aus. Bereits jetzt lassen Dürren die Nahrungsmittelpreise weltweit steigen. Der Weizenpreis ist beispielsweise um 17 Prozent, der Mais um 23 Prozent teuerer geworden. Gerade Menschen aus ärmeren Ländern können sich Nahrungsmittel nicht mehr leisten. Ihnen droht der Hunger.

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) schlägt jetzt Alarm und fordert zum schnellen Handeln auf. «Wir müssen den Weg der kurzsichtigen Politik verlassen, die nur von einem Krisenereignis zum nächsten denkt», erklärt Michel Jarraud WMO- Generalsekretär laut 20min.ch.

Juli 2012 – viertheissester Sommer seit 1880

In den USA wurden 62,9 Prozent der Landesfläche von mittelschwerer bis ausserordentlicher Trockenheit betroffen.

Im südwestlichen Indien ist der Monsunregen dieses Jahr äusserst schwach ausgefallen. Über das ganze Land hinweg gerechnet, sind dieses Jahr gerade mal 82 Prozent der üblichen Regenmenge gefallen. In einigen Gebieten Indiens sogar nur 65 Prozent.

Laut der US-Behörde für Wetter und Ozeanographie (NOAA) war der Juli der bislang viertheisseste Sommermonat weltweit seit dem Jahr 1880. Zudem prophezeit die Behörde für den September ein erneutes Auftreten des Phänomens El Niño, zusammen mit einem extremen Temperaturanstieg der Ozeane.

Quelle: 20min.ch Text: Jessica Buschor