Klimastreik wird am Samstag zur Klimademo

Nicht nur in der Schweiz sondern weltweit gehen junge Menschen fürs Klima auf die Strasse. Am Samstag 2. Februar wird aus dem Streik nun eine nationale Demo in mehreren Schweizer Städten.

Klimastreik der Schüler wird zur offiziellen Klimademo
Impression vom Klimastreik am 18. Januar in Zürich. Foto: © Michelle Kägi / NL
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Schüler und Jugendliche schweizweit streiken zur Zeit regelmässig am Freitag für mehr Klimaschutz. Am 18. Januar fand der bisher grösste Klimastreik mit insgesamt rund 22'000 Streikenden statt. In mehreren Schweizer Städten in der Deutsch- und Westschweiz im Bündnerland und im Tessin gingen Jugendliche auf die Strasse. Doch nicht nur in Schweiz sondern weltweit setzen sich Menschen lautstark für mehr Umweltschutz ein.

Weltweite Bewegung fürs Klima

So gehen auch in Deutschland seit November Tausende Jugendliche freitags fürs Klima auf die Strasse – am 18. Januar waren es gut 30'000 Schüler in über 50 Städten. In Belgien waren es in mehreren Städten rund 32'000 junge Menschen, und in Brüssel gab es letzten Samstag eine grosse Demonstration mit 70'000 Teilnehmern.

Aber unter anderem auch in Schweden, Österreich und Polen finden seit November verschiedene Schülerstreiks statt, genauso wie in Kanada und Australien. Letzten Freitag hat sich auch Italien angeschlossen, und dieses Wochenende soll es in Frankreich so weit sein. Eine solch weltweite Bewegung fürs Klima hat es noch nie zuvor gegeben. Ausgelöst und inspiriert hat sie die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg.

Klimademo statt Klimastreik

Nun findet diesen Samstag erstmals eine grossangelegte nationale Klimademo statt, bei der auch Erwachsene sich engagieren sollen. Demonstriert wird in zahlreichen Schweizer Städten, darunter Basel, Bern, Luzern, Zürich, Genf, Lausanne und Biel.

Organisiert wird die Demo von einer Gruppe junger Menschen, die weder an eine politische Partei noch an eine Organisation gebunden sein will. «Die Bewegung hat ihre eigene Dynamik und wird durch hunderte individueller junger Menschen getragen», heisst es auf der Website «Klimademo.ch». Was im Dezember als Austausch auf den sozialen Medien angefangen hat, ist zur nationalen Bewegung «Klimastreik Schweiz» geworden. Und die Forderungen an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind klar formuliert.

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So wird vor allem gefordert, dass inländische Treibhausgas-Emissionen bis 2030 Netto Null sein sollen. Zusätzlich soll der Klimanotstand ausgerufen und die Klimakatastrophe als zu bewältigende Krise anerkannt werden.

 

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Impressionen vom Klimastreik in Zürich am 18. Januar

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Klimastreik Schweiz: Tausende Schüler in mehreren Schweizer Städten laufen beim Klimastreik mit

Impressionen vom Klimastreik in Zürich am 18. Januar 

Foto: © Michelle Kägi/ NL

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