Klimaschutz: Emissionszertifikate für Kuhställe gefordert

Rinder stossen das Treibhausgas Methan aus und schädigen damit das Klima. Um diese Belastung zu verringern, soll die Rinderhaltung in den Emissionshandel einbezogen werden, so ein Vorstoss des deutschen Umweltbundesamts. Danach sollen Bauern künftig Klimazertifikate für ihre Ställe kaufen.

Klimaschutz: CO2-Abgabe für Kühe
Rinder schaden dem Klima. Foto: © Zoonar / Thinkstock
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Genau wie Elektrizitätswerke, Zementfabriken und andere Klimasünder sollen auch Bauern für die Treibhausgase ihrer Kühe bezahlen. «Mittelfristig ist es denkbar, zumindest die großen, industrieähnlichen Mastbetriebe in den Emissionshandel einzubeziehen», erläutert der Präsident des deutschen Umweltbundesamts Jochen Flasbarth seinen Vorstoss laut welt.de.

Die Landwirtschaft solle insgesamt umweltverträglicher werden, so Flasbarth weiter. Im Jahr 2011 verursachte sie in Deutschland immerhin acht Prozent aller klimarelevanten Emissionen. Neben der Abgabe für Kühe sei es deshalb wichtig, etwa den Einsatz von klimaschädlichem Stickstoff-Dünger zu reduzieren und vermehrt auf heimisches statt importiertes Futter zu setzen.

Quelle: welt.de

Text: Leena Heinzelmann