Indien investiert nachhaltig: Solarenergie auf dem Vormarsch

Indien investiert wie keine der anderen grossen Volkswirtschaften in die erneuerbaren Energien. Allein im Jahr 2011 erhöhte der Staat seine Investitionen um 52 Prozent im Gegensatz zum Vorjahr. Warum der Strom aus Sonnenergie nun sogar günstiger ist als der aus fossilen Energien, lesen Sie hier.

Solaranlagen sind stark im Kommen in Indien.
Sonnenenergie ist nachhaltig und besticht in Indien durch einen günstigen Preis. Foto: © LianeM - Fotolia.com
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Dank des Preisverfalls von Photovoltaik-Panels wird die Stromgewinnung aus Sonnenenergie auch in Indien interessant. Der indische Staat förderte 2011 Solarstrom-Projekte im Wert von 4,2 Mrd Dollar. Und dies ist ein rasanter Anstieg, denn 2010 betrug die staatliche Unterstützung nur 600 Mio Dollar. Die sinkenden Preise machen den nachhaltigen Strom auch für die Konsumenten interessant. So kostet eine Kilowattstunde Strom aus Sonnenenergie mit 8,78 Rupien (13,8 Cent) nun deutlich weniger als von einem Dieselgenerator, die mit 17 Rupien (26,7 Cent) zu Buche schlägt.

Ihr langfristiges Interesse an dem Ausbau von Solarenergie bekundet die Regierung mit der geplanten «Solar Mission», die eine Aufstockung der Energiegewinnung mittels der Solarkraft vorsieht. Ziel ist es, bis 2022 eine Kapazität von 20 Gigawatt zu erreichen. Zum Vergleich: laut dem Marktforschungsinstitut IMS Research belief sich der weltweite Zubau von Photovoltaik-Anlagen 2010 auf 17,5 Gigawatt.

Indien war im Jahr 2011nach den USA und China auf Platz drei des weltweiten Rankings für die Installation von erneuerbaren Energien. Dafür ist aber nicht alleine der Ausbau der Solarenergie verantwortlich. Auch der verstärkten Nutzung der Windenergie ist das zu verdanken, die ebenfalls durch nationale Förderung unterstützt wird.

Auch für viele Entwicklungsländer könnte die Energiegewinnung mittels immer günstiger werdender Solaranlagen interessant werden. Doch stosse man dort auf das Problem, noch nicht die passende Infrastruktur und genügend Fachkräfte zur Verfügung zu haben, so Solarexperte Bernd Schüßler vom Solarstrommagazin Photon gegenüber pressetext.com

Quellen: bnef.com, pressetext.com, ims research Text: Miriam Dippe