Illegale Abholzung der Regenwälder kann im Papier nachgewiesen werden

Illegal geschlagenes Holz aus dem Regenwald macht bis zu 25 Prozent der europäischen Holzimporte aus. Die Abholzung des Regenwaldes und die Verwertung des Holzes in der Papierproduktion ist ein Problem, das bisher kaum effektiv bekämpft werden konnte.

Eine Zell-Analyse macht illegal gefälltes Tropenholz in Papier sichtbar.
So sieht die MIkroskopaufnahme einer auffälligen Zelle aus. Foto: Heinz-Joachim Schaffrath/ TU Darmstadt
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Der Nachweis der zerkleinerten Hölzer war im Endprodukt Papier bisher nur schwer möglich. Das wird sich nun ändern, denn Forscher haben eine Methode entwickelt mit der tropische Hölzer identifiziert werden können.

Deutschen Forschern gelang es, eine einfache und günstige Analysemethode für Tropenholzfasern zu entwickeln. Mittels einer neuen Methode der Zell-Analyse kann der Zellstoff des Papiers im Detail erforscht werden. Bisher gingen die Forscher rein nach dem Ausschlussverfahren vor und ordneten Zellstrukturen, die den erlaubten Arten nicht zuzuordnen waren als Indizien für Tropenholz ein. Mit der exakten Analyse des Papierzellstoffs soll bis Ende 2012 ein «Faser-Atlas» entstehen, der die Merkmale von insgesamt 28 Holz-Arten aus Südostasien beinhaltet.

Um die tropischen Wälder zu schützen, verpflichtete die Europäische Union die Papier- und Zellstoffproduzenten ab 2013, die Holzarten nachzuweisen. Dies soll mittels des «Faser-Atlasses» möglich werden.

Quelle: TU Darmstadt Text: Miriam Dippe