Innovativer Heizroboter dient im Haus als mobiler Wärmespeicher

Der Roboter H-AGENT macht die Wärmespeicherung mobil und fördert so ein stromsparendes Heizen mit Köpfchen. Er speichert Hitze an warmen Orten des Hauses und kann diese an kühleren Stellen wieder abgeben. So können die Wohnräume energieeffizient und nachhaltig beheizt werden.

H-AGENT bringt durch seine Mobilität Wärme von Ort zu Ort.
Der Heizroboter bringt Wärme in verschiedene Räume. Foto: © Daniel Abendroth
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Zwei Heizmöglichkeiten sind mit H-AGENT möglich. Entweder wird an warmen Tagen die Hitze gespeichert um sie, wenn es abends kühler wird, wieder abzugeben. So kann man mittels des Roboters auch zu später Stunde noch von der Tageswärme profitieren. Oder aber kann in den kälteren Monaten Wärme von einem Zimmer in ein anderes transportiert werden. Der Roboter absorbiert dazu beispielsweise die Hitze des Kamins und gibt diese ab, wenn sie im eher kühlen Schlafzimmer zu Bett geben möchten.

Wärme durch Veränderung des Aggregatszustands

Damit die Energie über längere Zeit gespeichert werden kann, bedient sich der Roboter eines sogenannten Latentwärmespeichers. Hierbei handelt es sich um eine Einrichtung, die Energie über eine lange Zeitpanne hinweg aufnehmen kann. In diesem Speicher befindet sich ein Material, das durch die Veränderung des Aggregatzustandes Wärme nachhaltig speichern und wieder abgeben kann.

Durch die jeweilige Veränderung des Aggregatzustandes gibt der Heizroboter Energie ab. Das funktioniert vom Prinzip her wie bei dem Übergang von Wasser zu Eis, bei dem Energie freigesetzt wird. Der Heizroboter hat in seinem Inneren nur kein Eis, sondern mit Wachs gefüllte Plastikkügelchen, deren Schmelzpunkt bei 26 Grad liegt. Ist also die Temperatur in der Umgebung des Roboters höher als 26 Grad, so schmilzt das Wachs in den Kügelchen und nimmt dabei Wärme auf. Umgekehrt folgt daraus: ist die Temperatur niedriger als 26 Grad, ändert sich der Aggregatszustand des Wachses von flüssig zu fest. Dabei wird Energie abgegeben und erwärmt die Umgebung.

Quelle: pressetext Text: Miriam Dippe