Kritik von Greenpeace: Adidas und Nike sollen auf Gifte verzichten

In der «Detox»-Kampagne, die im Sommer 2011 von Greenpeace ins Leben gerufen wurde, haben sich Adidas und Nike neben 15 weiteren Labels dazu verpflichtet, auf Schadstoffe in Kleidung zu verzichten. Laut der Umweltschutz-Organisation halten sich die beiden Sportartikelhersteller jedoch nicht daran.

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Greenpeace klagt an: Adidas und Nike tun zu wenig gegen Gifte

Adidas und Nike tun laut Greenpeace zu wenig gegen Schadstoffe in Kleidung. Foto: iStock / Thinkstock

Die Unterzeichner der «Detox»-Kampagne sollen bis 2020 alle giftigen Chemikalien aus der Herstellung ihrer Produkte verbannen und durch umweltfreundliche Alternativen ersetzen. Greenpeace wirft Adidas und Nike nun jedoch zu wenig Engagement in der Bekämpfung von Schadstoffen in Sportmode. «Vor zwei Jahren waren Adidas und Nike noch Detox-Vorreiter, haben dann aber den Worten keine Taten folgen lassen», so Manfred Santen, Chemie-Experte von Greenpeace, in einer Medienmitteilung.

Als Beispiel dafür, dass es auch anders geht, nennt Greenpeace neben den Modehäusern H&M und Mango auch die Coop. Die Schweizer Detailhandelskette handle in Sachen Transparenz über die Einleitung schädlicher Chemikalien in Gewässer und dem Verzicht auf Schadstoffe in Kleidung besonders vorbildlich.

Ohne Schadstoffe ist nicht gleich fair produziert

Die Teilnahme an der «Detox»-Kampagne steht nicht unbedingt für eine nachhaltige Unternehmensstruktur. So engagieren sich einige Modefirmen zwar medienwirksam gegen die Verwendung von Schadstoffen, lassen ihre Kleidung jedoch unter Umständen weiterhin in Kleiderfabriken produzieren, die ihre Arbeiter ausbeuten.

 

Quellen: Greenpeace.org, spiegel.de; Text: Petra Zölle