Giftiges Quecksilber soll weltweit weniger eingesetzt werden

Quecksilber ist für Mensch, Tier und Umwelt hochgiftig. Dennoch wird es in der Industrie verwendet und findet sich in vielen Produkten wie etwa Smartphones oder Energiesparlampen. Auf Initiative der Schweiz soll ein internationales Abkommen den weltweiten Einsatz des giftigen Schwermetalls nun verringern.

Weltweit soll weniger Quecksilber verwendet werden
Auch Energiesparlampen enthalten kleine Mengen Quecksilber. Foto: © iStockphoto / Thinkstock
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Es brauche konkrete Massnahmen und «klare Verpflichtungen, damit die Staatengemeinschaft wirksam gegen die durch Quecksilber verursachten Vergiftungen und Umweltschäden vorgehen kann», forderte Bundesrätin Doris Leuthard an einer Sitzung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen.

Vor allem bei der Herstellung von Produkten sowie in industriellen Prozessen, wie etwa beim Abbau von Gold, soll künftig weniger Quecksilber zum Einsatz kommen. Ausserdem setzt sich Leuthard dafür ein, Quecksilberminen zu schliessen und die Lagerung quecksilberhaltiger Abfälle klar zu regeln.

Bislang gelangen jährlich knapp 2000 Tonnen des hochgiftigen Metalls in die Umwelt. Während die Schweiz nur etwa eine Tonne Quecksilber pro Jahr freisetzt, werden vor allem in ost- und südostasiatischen Ländern Böden, Luft und Gewässer stark vergiftet. So gelangt das Schwermetall schliesslich auch auf unsere Teller, etwa in Form von mit Quecksilber belastetem Fisch.

Über das neue Abkommen wird im Rahmen einer Sitzung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen verhandelt. Es soll von den mehr als 140 teilnehmenden Staaten unterzeichnet werden.

Quelle: UVEK, blick.ch

Text: Leena Heinzelmann