Gefährliches Spielzeug: Mehr denn je im Verkauf

In Europa sind mehr bedenkliche Produkte im Handel als je zuvor. Giftige Chemikalien und verschluckbare Kleinteile machen besonders Spielzeug gefährlich. Aber auch chemisch behandelte Kleidung und Textilien können der Gesundheit schaden.

Gefährliches Spielzeug: Mehr denn je im Umlauf
Foto: © Olesia Bilkei / iStock / Thinkstock
  • 5

2014 sind von der EU-Kommission fast 2.500 bedenkliche Produkte vom Markt genommen worden, so viele wie noch nie. Mit 28% macht gefährliches Spielzeug dabei den grössten Anteil aus, direkt gefolgt von Textilien und Modeartikeln mit 23%. Das Spielzeug kann gefährlich werden durch Verletzungs- und Erstickungsgefahr bei schlecht verarbeiteten Produkten oder losen Kleinteilen.

Chemische Inhaltsstoffe machen zusätzlich nicht nur Spielzeug für Kinder gefährlich, sondern können auch Kleidung und andere Modeartikel giftig werden lassen. Die verwendeten Chemikalien können zum Beispiel Immunstörungen und das Krebsrisiko fördern. Die meisten gefährlichen Produkte (64%) kommen laut EU-Kommission aus China, das damit wie in den Jahren zuvor an erster Stelle steht.

Warnsystem für gefährliches Spielzeug und China Importe

Für den Verbraucherschutz der EU wurde das Warnsystem RAPEX (Rapid alert system for dangerous non-food products) eingeführt, an dem sich 31 Länder (alle Mitgliedsstaaten der EU, sowie Lichtenstein, Island und Norwegen) beteiligen. Wird in einem der Länder ein gefährliches Produkt entdeckt, geht eine Warnmeldung an alle Mitgliedsländer raus, damit die diesen Artikel vom Markt nehmen. Auch wenn die Schweiz nicht an das Schnellwarnsystem angeschlossen ist, werden auch hierzulande die Behörden über Verbraucherrisiken informiert und Rückrufaktionen gestartet.

Quelle: europa.eu