EU will Emissionshandel im Flugverkehr vorerst stoppen

Erst im Januar 2012 hatte die EU eine Richtlinie verabschiedet, nach der bei allen Flügen in und aus der EU extra Gebühren für den Kauf von CO2-Zertifikaten anfallen. Nun will sie den Emissionshandel vorrübergehend aussetzen, um internationale Klimaschutzziele voranzutreiben.

EU will Emissionshandel im Flugverkehr aussetzen
Der Flugverkehr soll durch den Emissionshandel weniger Treibhausgase ausstossen. Foto: © iStockphoto / Thinkstock
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Auch Flüge von der Schweiz in die EU und umgekehrt kosten seit Jahresbeginn extra. Denn durch den Emissionshandel fallen in der EU bei Starts und Landungen zusätzliche Gebühren an, die die Fluggesellschaften meist direkt an die Passagiere weitergeben.

International sorgt das neue Gesetz für viel Kritik. Speziell China und die USA wehren sich heftig dagegen. Um die erhitzten Gemüter zu beruhigen, will die EU-Klimaschutz-Kommissarin  Hedegaard den Emissionshandel nun aussetzen. In entspannter Atmosphäre soll statt des jetzigen Alleingangs der EU eine internationale Lösung gefunden werden. Denn während ein internationales Abkommen zu Treibhausgas-Emissionen im Flugverkehr bisher gescheitert war, seien viele Staaten nun offenbar bereit sich zu bewegen, erklärte die Kommissarin laut nzz.ch.

Quelle: nzz.ch, handelszeitung.ch

Text: Leena Heinzelmann