Endgültiges Verbot von Wegwerf-Plastiksäcken

In Zukunft soll es in Supermärkten keine Wegwerf-Plastiksäcke mehr geben. Auch der Ständerat sagt ja zum Verbot. Der Nutzen für den Umweltschutz ist jedoch weiterhin ein Streitpunkt.

Wegwerf-Plastiksäcke werden endgültig verboten
Vom Verbot soll die Umwelt profitieren. Foto: © iStockphoto / Thinkstock
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Nach der Zustimmung des Ständerats werden die Plastiksäcke an der Supermarktkasse nun definitiv verschwinden. Wie weit das zukünftige Verbot gehen wird, bleibt jedoch abzuwarten. Es wird noch diskutiert, ob die kostenlosen Tüten nur von den Kassen verbannt werden, oder ob es auch für Obst und Gemüse keine Plastiksäcke mehr geben wird.

Hinter dem Verbot steckt die Idee, die Umwelt zu schützen. Ob die Natur von Plastiksack-freien Supermärkten wirklich profitiert, spaltet die Meinungen. Die Gegner des Verbots im Ständerat sowie einige Vertreter im Einzelhandel argumentieren, dass Verbraucher nun vermehrt Papiersäcke für ihre Einkäufe verwenden werden. Und diese seien bei einmaliger Verwendung sogar unökologischer als ihre Gegenstücke aus Plastik, erklärte Migros-Sprecherin Monika Weibel gegenüber 20minuten.ch.

Befürworter des Verbots aus dem Ständerat halten dagegen, dass die Umweltverschmutzung durch Plastik weltweit zu einem immer grösseren Problem werde. Denn im Gegensatz zu Papiertüten zersetzen sich Plastiktüten erst im Laufe von mehreren Jahrhunderten. Werden sie verbrannt, entsteht zudem giftiges Dioxin.

Der Nutzen des Plastiksack-Verbots bleibt damit umstritten. Sicher ist aber jetzt schon: Am ökologischsten ist es, bei Einkäufen eine eigene Tasche von zuhause zu verwenden.

Quelle: tagesschau.sf.tv, 20minuten.ch

Text: Leena Heinzelmann