Neue CO2-Abgabe: Ab 1. Juli werden viele Neuwagen erheblich teurer

Ab dem Juli tritt das neue Gesetz zur CO2-Emissionsabgabe in Kraft. Für so manchen Autoliebhaber kann das ins Geld gehen. Denn Käufer eines Neuwagens müssen auch bei Klein- und Mittelklassewagen mit deutlich höheren Preisen rechnen.

Ab dem 1. Juli kann ein Neuwagen der Mittelklasse bis zu 9000 Franken mehr kosten.
Ab dem 1. Juli kosten auch viele Kleinwagen deutlich mehr. Foto: © Marco Barnebeck (Telemarco)  / pixelio.de
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Bei Neuwagen der oberen Mittelklasse kann der Preis ab dem 1. Juli gut und gern um 20 000 Franken in die Höhe schnellen. Besonders Lamborghini-Fans kommt der Luxus teuer zu stehen. Satte 23 200 Franken mehr kostet dieser. Bei Autos der Mittelklasse pendelt die Preiserhöhung zwischen null und 9000 Franken, wie eine Berechnung des Internetvergleichdienstes comparis.ch ergeben hat. «Acht von zehn Automodellen stossen mehr CO2 aus als von der neuen Verordnung vorgesehen und können sich entsprechend verteuern», erklärt Comparis-Experte Jonas Grossniklaus gegenüber 20 Minuten.

Maximalaufschläge von Autos der Mittelklasse laut comparis.ch:


VW Golf 5787.-
Skoda Octavia 4305.-
VW Polo 2267.-
Opel Astra 3378.-
VW Passat 6898.-
Peugeot 207 3378.-
Ford Fiesta 3471.-
Renault Clio 5972.-
Audi A4/S4/RS4 8380.-
VW Touran 2452.-


Das Ziel des neuen Gesetzes ist es, dass die Bevölkerung mehr darauf achtet, umweltfreundlichere Autos zu kaufen. Bussen für zu hohen Emissionsausstoss zahlt aber in erster Linie der Autohändler. Für die Importeure gilt nämlich, dass ihre verkauften Wagen durchschnittlich nicht mehr als 130 Gramm CO2 pro Kilometer ausstossen dürfen.

Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Autohändler den fälligen Aufschlag an ihre Kunden weiter geben. So wird die CO2-Abgabe letztlich von den Kunden als Preiserhöhung gezahlt werden, die sich einen Wagen mit zu hohem CO2-Ausstoss aussuchen.

Der Bundesrat rechnet, dass mit der neuen CO2-Abgabe in den nächsten drei Jahren zwischen 70 und 120 Millionen Franken eingebracht werden.

Quelle: 20min.ch Text: Jessica Buschor