Bessere Entsorgung von Elektroschrott gefordert

Der Elektro-Müll in Entwicklungs- und Schwellenländern muss besser entsorgt werden, denn die nicht sachgerechte Beseitigung birgt Gefahren für Mensch und Umwelt. Die  «Second-Hand» -Elektrogeräte aus Industrieeländern können dort nämlich nicht fachgerecht entsorgt werden. Nun werden Forderungen nach globalen Initiativen laut.

Elektro-Schrott hat negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.
 Elektro-Schrott ist in Entwicklungsländern ein Problem.Foto: © Tobif82 - Fotolia.com
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Es ist ein zweischneidiges Schwert, denn Experten befürworten auf der einen Seite, dass auch in Entwicklungs- und Schwellenländern vermehrt gebrauchte elektronische Geräte zum Einsatz kommen. Auf der anderen Seite ist solch ein Computer, Drucker oder Fernseher jedoch auch schon bald am Ende seines Elektrolebens angekommen, oftmals werden auch schon kaputte Geräte geschickt. Und damit beginnt das Problem. Denn «...in den Zielländern fehlt meist die nötige Infrastruktur für fachgerechte Entsorgung...», so Rüdiger Kühr, Leiter der UN-Initiative «Solving the E-Waste Problem». Zudem sind nur wenige Firmen weltweit im Besitz der nötigen Maschinen, um giftige und unschädliche Stoffe der Geräte zu trennen.

Das Problem ist, dass nur eine verschwindend geringe Anzahl der Elektrogeräte den Weg zu diesen Unternehmen findet. Oftmals wird stattdessen in den Entwicklungsländern versucht, aus dem Elektroschrott das Letzte herauszuholen, um es weiter verkaufen zu können. So verbrennen die Menschen dort Kabel, damit sie an die Kupferstränge im Inneren gelangen. Dadurch gefährden die Tüftler nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern es werden zudem extrem viele höchst schädliche Stoffe in Boden und Grundwasser geleitet.

Die britische Wohltätigkeitsorganisation Computer Aid fordert nun, dass Hersteller von Elektrowaren per Gesetz zur Verantwortung gezogen werden, um deren fachgerechte Entsorgung sicher zu stellen. Auch bei der UNO ist der Elektro-Abfall ein Thema. Sie setzt neben den Produzenten besonders auf karitative Organisationen. Diese sollen mit Recyclingfirmen zusammenarbeiten, um sich so weltweit für eine bessere Entsorgungsstruktur des Elektro-Mülls einzusetzen.

Quelle: Pressetext Text: Miriam Dippe