Elektroautos fast doppelt so zuverlässig wie Verbrenner Theresa Keller Wer ein Auto kauft, denkt nicht nur an Reichweite oder Preis, sondern auch an die Frage: Wie oft bleibe ich damit liegen? Neue Pannendaten vom ADAC zeigen nun ein klares Bild: Elektroautos sind im Alltag deutlich zuverlässiger als Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotor. Für dich ist das vor allem dann relevant, wenn du ein möglichst wartungsarmes und ressourcenschonendes Auto suchst. Kommentare Teilen Facebook X / Twitter WhatsApp E-Mail Merken E-Autos sind deutlich weniger pannenanfällig © Gemini / Google Was die aktuellen Zahlen zeigen Die ADAC Pannenstatistik von 2025 zeigt: Bei vier Jahre alten Fahrzeugen kommen Elektroautos auf 6,5 Pannen pro 1000 Fahrzeuge, gleichaltrige Verbrenner auf 12,5. Damit schneiden E-Autos fast doppelt so gut ab. Ausgewertet wurden 158 Modelle von 27 Herstellern anhand der sogenannten Pannenkennziffer. Sie zeigt, wie häufig ein Fahrzeugtyp im Verhältnis zum Bestand liegen bleibt. Der wichtigste Grund ist technisch gut erklärbar: Ein Elektroauto hat deutlich weniger verschleissanfällige Bauteile. Es braucht kein komplexes Kraftstoffsystem, keine Auspuffanlage und viele klassische Komponenten des Antriebsstrangs fallen weg. Weniger Teile bedeuten oft auch weniger typische Defekte. Wo E-Autos trotzdem Schwächen haben Ganz pannenfrei sind auch Elektroautos nicht. Auffällig ist, dass Probleme im Bordnetz und in der Fahrzeugelektronik häufiger vorkommen. Die mit Abstand häufigste Ursache für Pannen ist jedoch unabhängig vom Antrieb dieselbe: die 12-Volt-Batterie. Fast jeder zweite Einsatz der Pannenhilfe hängt damit zusammen. Das überrascht viele, weil oft an die grosse Antriebsbatterie gedacht wird. Im Alltag ist aber meist die kleine 12-Volt-Batterie entscheidend, weil sie zentrale Systeme wie Steuergeräte, Schlösser oder Bordelektronik versorgt. Ist sie schwach, kann auch ein modernes Auto nicht mehr starten. Was das für deinen Alltag bedeutet Wenn du ein zuverlässiges Auto suchst, spricht die aktuelle Datenlage klar für den Elektroantrieb. Besonders gut schnitten unter den E-Autos etwa BMW i3 und Tesla Model 3 ab. Es gibt aber auch Ausnahmen: Einzelne Modelle fallen durch überdurchschnittlich viele Pannen auf, etwa wegen Problemen in der Stromversorgung. Generell gilt: Mit zunehmendem Alter steigt das Pannenrisiko bei allen Autos. Gleichzeitig sind ältere Fahrzeuge heute robuster als früher. Technik und Qualitätskontrolle haben sich verbessert, trotzdem bleiben Wartung und Batteriekontrolle entscheidend. So kannst du Pannen vorbeugen Lass die 12-Volt-Batterie regelmässig prüfen, besonders vor Winter und Ferienfahrten. Achte bei gebrauchten E-Autos auf bekannte Schwachstellen des Modells. Installiere Software-Updates zeitnah, wenn dein Fahrzeug diese anbietet. Nutze Inspektionen nicht nur für Verschleissteile, sondern auch für Elektronikchecks. Unterm Strich zeigt sich: Elektromobilität ist nicht nur beim Fahren lokal emissionsärmer, sondern oft auch alltagstauglicher als viele vermuten. Wer auf Zuverlässigkeit achtet, sollte also nicht nur auf den Kaufpreis schauen, sondern auch darauf, wie oft ein Auto im echten Leben Hilfe braucht. Alles zum Thema Elektro-Mobilität findest Du hier