Nicht nur Einbildung: Vollmond lässt uns unruhig schlafen

Bisher wurde der Zusammenhang zwischen gestörter Nachtruhe und Vollmond als nicht belegter Mythos abgetan. Nun konnten Basler Forscher aber beweisen, dass sich der Rhythmus des Mondes tatsächlich auf die Schlafqualität auswirkt.

Der Vollmond raubt tatsächlich den Schlaf
Doch kein Mythos: Der Vollmond wurde als Schlafräuber überführt. Foto: © iStockphoto / Thinkstock
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33 Personen wurden von einem Team der Basler Uni-Kliniken eine Woche lang in einem Schlaflabor beobachtet. Die Testpersonen wurden in fensterlosen Räumen von der Aussenwelt abgeschottet und konnten somit zu keiner Zeit den Mond sehen. Durch die Analyse von Gehirnströmen, Augenbewegungen und Hormonspiegel konnte festgestellt werden, dass die innere Uhr tatsächlich unter Beeinflussung des Mondes steht. Hirnaktivitäten und Berichte der Testpersonen belegen einen deutlich unruhigeren Schlaf bei Vollmond. Die Probanden schliefen schlechter ein und waren rund 20 Minuten früher wach als während anderen Mondphasen.

Der eigentliche Zweck der Studie betraf zunächst übrigens nicht die Mondphasen. Die Zusammenhänge zwischen Schlaf und Vollmond wurden erst im Nachhinein durch den Abgleich der Daten mit den Mondphasen festgestellt.


Quellen: sueddeutsche.de, 20min.ch

Text: Petra Zölle