Umweltkatastrophe vor Neuseeland: «Rena» bricht auseinander

Der Bruch des vor der neuseeländischen Küsten auf ein Riff gelaufenen Frachters «Rena» verursacht die bisher grösste Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes.

Nach heftigem Sturm ist «Rena» gebrochen.
Der Frachter ist bei starkem Sturm gebrochen. Foto: © MNZ
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Bei starkem Sturm und rund sieben Meter hohen Wellen ist der auf Grund gelaufene Frachter wie von Experten befürchtet gebrochen. Das Heck des Containerschiffes wurde in 30 Meter Entfernung zum restlichen Rumpf gesichert. Durch das Auseinanderbrechen verlor der Frachter seit dem 8. Januar rund 150 Container. Nach dem Bruch ist laut Experten aber weder aus den verlorenen Containern noch aus dem restlichen Wrack weiteres Öl ins Meer gelangt. Durch weiteres Sinken könnten aber noch rund 1000 Tonnen Öl ins Meer laufen, die sich noch im Wrack des Frachters befinden. Die Bergung ist durch anhaltenden Sturm zudem weiterhin erschwert.

Das Containerschiff war am 5. Oktober auf rauer See vor der Küste Neuseelands auf das Riff Astrolabe aufgelaufen. 350 Tonnen Schweröl sind seit dem Auflaufen ins Meer gelangt und haben so erheblichen Schaden angerichtet. Eine erhebliche Anzahl an toten und verschmutzen Vögeln wurde gezählt. Unter grossen Bemühungen konnten aber auch bereits viele der verschmutzen Vögel gesäubert und wieder in die Natur entlassen werden.

Besonders brisant: unter den sich noch an Bord befindenden Containern enthalten 30 davon Gefahrenstoffe, darunter Kryolith, welches Organschäden bei Mensch und Tier verursacht und auch in stark verdünnter Form im Meerwasser erheblichen Schaden am Riff selbst verursachen könnte. Laut Experten sei noch unklar, ob dieser Stoff bereits im Meer treibt.

Informationen zum bisherigen Sachverhalt finden Sie hier.

Quelle: 20minuten, zeit.de, sueddeutsche.de; Text: Miriam Dippe

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