So wenige Lebensmittel hätten unsere Supermärkte ohne Bienen

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Am Montag gab es im deutschen Penny-Markt leere Regale. Die Aktion zeigt, was wir von der Einkaufliste streichen müssten, wenn es keine Bienen mehr hätte. 

So wenige Lebensmittel hätten unsere Supermärkte ohne Bienen
Foto: © Penny-Markt

Als der Penny-Markt in Hannover Anfang der Woche die Türen öffnete, ahnten die Kunden noch nichts von den leeren Regalen, die sie erwarteten. Es gab keine Äpfel, Birnen oder Trauben und auch die Brotabteilung blieb ziemlich überschaubar gefüllt.

So wenige Lebensmittel hätten unsere Supermärkte ohne Bienen

Foto: © Penny-Markt

Insgesamt 2'500 Produkte hatte der Lebensmittelmarkt über Nacht aus dem Laden geräumt, was einem Anteil von 60 Prozent des Sortiments entspricht.

«Bienen weg – Regal leer» steht auf den Schildern, welche die Kunden in dem Supermarkt anstelle von Schokolade oder Baumwollsocken vorfinden. Andere Plakate erklären, wie die weggeräumten Produkte direkt oder indirekt von der Insektenbestäubung abhängig sind.

So wenige Lebensmittel hätten unsere Supermärkte ohne Bienen

Foto: © Penny-Markt

Wenn das Bienensterben weitergeht, könnten die Supermarktregale über kurz oder lang wirklich so leer sein. Aber noch nicht heute, am Nachmittag wurden die Regale wieder eingeräumt.

Geplant hat der Penny-Markt die Naturschutzaktion gemeinsam mit dem Umweltminister Olaf Lies und Leif Miller, dem Bundesgeschäftsführer des Naturschutzbund Deutschland (NABU).  

Warum Bienen so wichtig für uns sind

Die Bienen bestäuben rund 85 Prozent aller Wild- und Kulturpflanzen in der ganzen Welt. Damit sind sie, nach Rindern und Schweinen, das drittwichtigste Nutztier.

Durch den Einsatz von Pestiziden in der industriellen Landwirtschaft und die Zerstörung von natürlichem Lebensraum nimmt die Population der Insekten jedoch drastisch immer weiter ab.

In Japan und China müssen bereits einige Plantagen mit Mandelbäumen mühevoll per Hand bestäubt werden. Und auch in vielen anderen Gebieten mit grossen Anbauflächen klagen die Bauern über fehlende Bestäuber.  

Quelle: Presseinformation Penny

Autor: Olivia Sasse, am 15. Mai 2018

 

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