Bienen haben es schwer: Abgase von Dieselautos stören ihre Sinne

Auf der Welt gibt es immer weniger Bienen. Nun haben Wissenschaftler herausgefunden, dass nicht nur Pestizide den Bienen zu schaffen machen, sondern auch Dieselabgase. Die stickigen Gase verändern den Blütenduft so sehr, dass die Bienen nicht mehr zu den lebenswichtigen Blüten finden.

Bienensterben: Abgase von Dieselautos stören ihre Sinne
Dieselabgase machen Bienen auf der Suche nach Blüten orientierungslos. Foto: © iStock/Thinkstock
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Die reaktiven Stickoxide in den Abgasen von Dieselautos zersetzen den Duft von Blüten und machen es den Bienen schwer, die Blumen richtig orten zu können, so die Ergebnisse von Laborexperimenten britischer Forscher.

Verwirrung der Sinne fördert Bienensterben

Bienen speichern die Duftnote von Blüten ab, deren Nektar besonders nahrhaft ist. Normalerweise können die cleveren Nützlinge diese schmackhaften Blumen aufgrund ihres hervorragenden und lebenswichtigen Geruchsinns schon aus weiter Entfernung riechen. Doch die immer weiter zunehmende Luftverschmutzung, insbesondere durch Dieselabgase, führt zur Orientierungslosigkeit der kleinen Honigbienen.

Das begünstigt das Bienensterben, welches schwerwiegende Folgen haben kann. Denn sterben die Bienen aus, folgt ihnen laut Prognosen auch die Menschheit. Schon Einstein soll dies erkannt und vor den Konsequenzen ihres Aussterbens gewarnt haben:
«Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen mehr.»

Bienensterben kann aufgehalten werden

Allein im letzten Winter starb jedes vierte Bienen-Volk. Doch wenn die Belastung durch Pestizide und Abgase sich verringern, können die Bienenvölker sich wieder erholen. Aber auch zusätzlich angepflanzte Bienenweiden können dazu beitragen, dass der Bestand sich erholt. Daneben kann auch jeder Einzelne dazu beitragen, wie, lesen Sie hier: «So helfen Sie gefährdeten Wildbienen im Garten und auf dem Balkon.»

Quellen: scinexx.de, wikipedia.org