Bald keine Kartoffeln mehr aus der Schweiz?

Der nasse Frühling hat dazu geführt, dass die Kartoffeln in der Schweiz erst zwei Monate später als sonst ausgesät werden konnten. Das könnte im Herbst zu Engpässen führen, die für uns teuer werden.

Verzögerte Kartoffelernte Schweiz
Der diesjährige miese Frühling führt zu einer verspäteten Kartoffelernte in der Schweiz. Foto © iStockphoto / Thinkstock
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Derzeit könnten zwar noch reichlich Kartoffeln aus dem Vorjahr verkauft werden, doch wenn es zu einer Lücke im Herbst kommt, müsste die Schweiz Kartoffeln verstärkt aus dem Ausland importieren. Da aber auch im näheren Ausland die Kartoffelernte durch das schlechte Wetter gefährdet ist, bleibt der Schweiz nur noch der Import aus dem ferneren Ausland, wie Holland, Frankreich oder Israel, so 20.min.ch.

Doch viele Kartoffel-Produzenten aus dem Ausland treiben die Preise in die Höhe, so dass es sehr teuer für den Konsumenten werden könnte, erklärt Ruedi Fischer, Präsident der Vereinigung der Schweizer Kartoffelproduzenten (VSKP), gegenüber 20min.ch.

Ein zusätzlicher Risikofaktor, der die diesjährige Kartoffelernte bedrohen könnte, ist der Sommer. Kartoffel-Produzenten fürchten sich vor einem heissen und trockenen Sommer, durch den es bei der Ernte zu Ausfällen kommen könnte.

Zur Kartoffel

In der Regel können Kartoffeln bereits im Juli geerntet werden, doch aufgrund der verspäteten Kartoffel-Aussaat kommt es nun auch zu einer späteren Ernte. Mindestens 120 Tage bräuchten Kartoffeln bis sie geerntet werden können.

 


Quelle: 20.min.ch

Text: Katharina Kehler