Nichts mit Energiewende: EU will Bau von AKW jetzt erleichtern

EU-Länder sollen Unternehmen, die AKWs bauen und betreiben wollen, mit Subventionen unterstützen. Heftigste Kritik dafür kommt bisher nur aus Deutschland, was aber wohl tatenlos zusehen muss, wenn der Vorschlag durchgewunken wird. 

AKWs sollen künftig leichter gebaut werden können.
Neue EU-Richtlinie soll AKW-Bau erleichtern. Foto: © iStockphoto / Thinkstock
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Während die Schweiz den Ausstieg aus der Kernenergie angekündigt hat, soll der Bau neuer AKWs in den meisten EU-Ländern weiter voran gehen. Die Vorkommnisse in Fukushima haben zwar die EU-Staaten Deutschland und Belgien in Sachen Kernenergie zum Umdenken bewegt und dort zum Beschluss des Atomausstiegs geführt. Doch in Ländern wie Grossbritannien, Frankreich, Polen und Litauen wird weiter hauptsächlich auf die Gewinnung von Atomenergie gesetzt.

Statt Atomenergie künftig weiter einzudämmen, will die EU-Kommission laut «Süddeutsche Zeitung» nun dafür sorgen, dass die Pläne für neue AKWs schneller in die Tat umgesetzt werden können. Die Finanzierung soll durch staatliche Finanzspritzen erleichtert und den Kernkraft-Investoren somit unter die Arme gegriffen werden. Auch lange Prüfungen des Gesuchs für neue AKW-Errichtungen, wie sie heute noch der Fall sind, sollen bald hinfällig werden.

Heftige Kritik dafür erntet die EU bisher vorrangig aus Deutschland. Für solche Entscheidungen gibt es jedoch kein Vetorecht. Die letzte Entscheidung hat damit die EU.

Quelle: 20min.ch, sueddeutsche.de

Text: Petra Zölle