WHO alarmiert: Resistente Bakterien nehmen immer weiter zu

Bisher wurde gegen die zunehmende Zahl resistenter Bakterien wenig unternommen. Damit endlich etwas passiert, ruft die WHO nun Forscher zum Kampf dagegen auf und zeigt, welche 12 Bakterien am gefährlichsten sind.

WHO alarmiert: Resistente Bakterien nehmen immer weiter zu
Foto: © AlexRaths / iStock / Thinkstock
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Vor allem in Spitälern und Pflegeheimen wird die Situation immer prekärer. Dort befinden sich laut der WHO-Liste die drei gefährlichsten Bakterien: Acinetobacter, Pseudomonas und Enterobacter. Sie seien multiresistent und können selbst mit dem neuesten und besten Antibiotikum nicht behandelt werden, heisst es in der Medienmitteilung der WHO.

Deshalb sei die Forschung gefordert, «wenn wir den Markt alleine machen lassen, werden die neuen Antibiotika, die wir am dringendsten brauchen, nicht rechtzeitig entwickelt»,  wird die Vize-WHO-Direktorin Kieny in derselben Mitteilung zitiert.

Die Liste der zwölf Bakterien soll etwas bewegen, indem sie der Forschung die Prioritäten vorgibt. Denn wird das Problem resistenter Bakterien nicht gelöst, könnten künftig noch deutlich mehr Menschen daran sterben.

Könnte die Lösung in der Vergangenheit liegen?

Bereits im Mittelalter wurde ein natürliches Antibiotikum entwickelt, das nach neusten Untersuchungen auch gegen unsere heutigen resistenten Bakterien helfen könnte. Mehr zu dem umständlichen, aber wirkungsvollen Rezept lesen Sie hier...

 

Die 12 Bakterien im Überblick
 

Pirorität 1: KRITISCH

    Acinetobacter baumannii, carbapenem-resistent
    Pseudomonas aeruginosa, carbapenem-resistent
    Enterobacteriaceae, carbapenem-resistant, ESBL-producing

Pirorität 2: HOCH

    Enterococcus faecium, vancomycin-resistant
    Staphylococcus aureus, methicillin-resistant, vancomycin-intermediate
    and resistant
    Helicobacter pylori, clarithromycin-resistant
    Campylobacter spp., fluoroquinolone-resistant
    Salmonellae, fluoroquinolone-resistant
    Neisseria gonorrhoeae, cephalosporin-resistant, fluoroquinolone-
    resistant

Pirorität 3: MITTEL

    Streptococcus pneumoniae, penicillin-non-susceptible
    Haemophilus influenzae, ampicillin-resistant
    Shigella spp., fluoroquinolone-resistant
 

Text: Maximilian Comtesse, Quelle: Medienmitteilung WHO, 1. März. Februar 2017