Alternativer Nobelpreis: Schweizer Forscher darf jubeln

Der Alternative Nobelpreis, offiziell «Right Livelihood Award», geht erstmals an einen Schweizer. Der Agrarforscher Hans Herren wird mit dem seit 1980 verliehenen Preis für seinen engagierten Einsatz gegen Hunger und Armut in der Welt geehrt.

Alternativer Nobelpreis geht zum ersten Mal an einen Schweizer
Hans Herren unterstützt ostafrikanische Kleinbauern aktiv. Foto: © Biovision
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Hans Herren zählt zu den weltweit führenden Experten auf dem Gebiet der nachhaltigen Landwirtschaft und ist zugleich Leiter der Stiftung Biovision und des Millennium Institutes in Washington. Sein jahrzehntelanges Engagement für die Wissensvermittlung an ostafrikanische Kleinbäuerinnen und Kleinbauern wurde nun von der Jury des «Right Livelihood Awards» in Stockholm honoriert. Herren bahne «mit wissenschaftlicher Kompetenz und bahnbrechender praktischer Arbeit einer gesunden, sicheren und nachhaltigen globalen Nahrungsversorgung den Weg», so die Begründung der Jury.

Der Schweizer Forscher setzt sich für eine bessere Welt ein, in der auch bei steigenden Bevölkerungszahlen jeder ausreichend mit gesunder Nahrung versorgt werden kann. Dies sei aber nur möglich, «indem wir in kleinbäuerliche Strukturen und Familienbetriebe mit nachhaltigen und effizienten ökologischen Anbaumethoden investieren und wegkommen vom Paradigma der industriellen Landwirtschaft, welche die globalen Ressourcen übernutzt und die Biodiversität zerstört», so Herren in einer Medienmitteilung von Biovision.

Herren sicherte Grundnahrungsmittel für 200 Millionen Menschen

Alternativer Nobelpreis: Schweizer Forscher darf jubeln

Der Schweizer Hans Herren wird für seinen Einsatz mit dem alternativen Nobelpreis geehrt. Foto: © Biovision

Da ihm in den 80er-Jahren ein bahnbrechender Erfolg in der Bekämpfung von Schädlingen gelang, wurde Herren bereits 1995 mit dem renommierten Welternährungspreis ausgezeichnet. Damals vertrieb er eingeschleppte Schädlinge, die das in Afrika wichtige Grundnahrungsmittel Maniok bedrohten, mittels der Züchtung von Schlupfwespen und sicherte so die Grundernährung von rund 200 Millionen Menschen.

Quelle: Biovision; Text: Petra Zölle

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