Alle Textilfabriken in Bangladesch in mangelhaftem Zustand

Um endlich etwas gegen teilweise lebensgefährliche Arbeitsbedingungen zu unternehmen, haben Inspektoren sämtliche Textilfabriken in Bangladesch unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist noch erschreckender als vermutet.

Alle Textilfabriken in Bangladesch in mangelhaftem Zustand
Foto: © kzenon / iStock / Thinkstock
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Jede der untersuchten Textilfabriken wies deutliche Sicherheitsmängel auf. In 1106 überprüften Betrieben wurden laut sueddeutsche.de insgesamt über 80 000 Mängel entdeckt. Die Liste der gefundenen Sicherheitslücken reicht dabei von schlecht isolierten Kabeln bis hin zu einsturzgefährdeten Böden, wie Chefinspektor Brad Loewen laut welt.de berichtete.

Die Kosten für die Behebung der Mängel sollen hochgerechnet etwa eine Milliarde Dollar betragen. Ob die Besitzer der Textilfabriken tatsächlich die Investitionen eingehen, um ihre Arbeiter besser zu schützen, muss jedoch erst verhandelt werden.

Hintergrund zur Untersuchung der Textilfabriken

Immer wieder geraten Textilfabriken in den letzten Jahren in die Kritik, weil die Arbeiter dort unter lebensgefährlichen Bedingungen arbeiten müssen. Die grösste Aufmerksamkeit bekam das Thema, als im April 2013 über tausend Menschen bei dem Einsturz einer dieser Fabriken starben.

Aufgrund des Drucks aus der Bevölkerung und von den Gewerkschaften, der anschliessend entstand, wurden von einem Zusammenschluss aus den grössten europäischen Modefirmen beauftragte Inspektoren nach Bangladesch gesandt. Sie sollten die Sicherheit in den Textilfabriken vor Ort analysieren.

Quellen: spiegel.de, welt.de, Autor: Bianca Sellnow

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