An SBB-Bahnhöfen wird deutlich mehr Abfall getrennt

Durch neue Abfalltrennboxen hat sich an den Hauptbahnhöfen Bern, Zürich, Basel, Genf und Luzern die Trennquote auf über 40 Prozent erhöht. Das ist viel mehr als erwartet. Schon bald sollen die Abfallcontainer deshalb auch an weiteren Standorten stehen.

Abfalltrennung: SBB verzeichnet hohe Trennquote an fünf Bahnhöfen
Foto: © Christian Gmür / nachhaltigleben.ch
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Eine Trennquote von 25 Prozent wollten die SBB mit den Abfalltrennboxen erreichen, die an den fünf grössten Bahnhöfen der Schweiz seit rund einem Jahr stehen. Bis Ende Jahr werde sich jedoch die Trennquote bei etwa 42 Prozent einpendeln, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Insgesamt wurden in den Abfallcontainern dieser Bahnhöfe fast 1'500 Tonnen Müll gesammelt, die sich auf PET (12 Prozent), Aluminium (5 Prozent), Papier (25 Prozent) und Restmüll (58 Prozent) verteilen.

Darüber hinaus wird deutlich weniger Müll in den Zügen liegen gelassen. Eine seit zwei Jahren laufende Kampagne der SBB sensibilisiert die Fahrgäste mit diversen Plakaten gegen Littering in den Waggons. Dies zeigt nun Wirkung, denn alleine in Bern müsse man bis Ende des Jahres 37 Tonnen weniger Abfall in den Zügen entsorgen als noch vor drei Jahren, schreiben die SBB.

Weitere Abfallcontainer kommen Ende Jahr hinzu

Da das Konzept mit der Abfalltrennung im Test so gut funktioniert hat, planen die SBB bis Ende Dezember weitere Abfallcontainer in den Bahnhöfen Lausanne, St. Gallen, Winterthur und Zug, wie der Leiter Marketing und Nachhaltigkeit, Jan-Hendrik Völker-Albert, gegenüber «20 Minuten» mitteilte. Trennboxen an weiteren Standorten sollen in den nächsten ein bis zwei Jahren folgen.

Quellen: SBB, 20 Minuten; Text: Christian Gmür