Kompost statt Grab: «Grüne» Bestattung recycelt Verstorbene

Das Urban Death Project will besonders Stadtbewohnern das Ableben vereinfachen und günstiger machen. Dafür hat es eine Öko-Alternative zur klassischen Bestattung entworfen, bei der Verstorbene auf natürliche Weise zu Erde recycelt werden.

Kompost-Bestattung als ökologische Alternative in den Städten
Foto: © Igor_Aleks / iStock / Thinkstock
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In der obersten Etage eines dreistöckigen Gebäudes wird der im Leintuch gehüllte Verstorbene auf eine Fläche mit Holzschnitzeln und Sägespänen gelegt. Anschliessend durchschreitet der Körper einen mehrere Monate dauernden Prozess, der ihn in den Kreislauf der Natur zurückführen soll. Am Ende angelangt, bleibt er als Komposterde zurück.

Die Gründerin des Urban Death Projects, US-Architektin Katrina Spade, will mit dieser Lösung eine nachhaltige Alternative anbieten. Noch ist das Öko-Begräbnis aber erst in der Planungsphase. Zurzeit wird Geld gesammelt, um einen Prototyp des dafür nötigen Gebäudes zu entwerfen.

Zusätzlich zur Rückführung in den natürlichen Kreislauf sollen dadurch gerade Städter die teils hohen Begräbniskosten auf Friedhöfen sparen. Zudem werde die Umwelt durch das Kompostieren weniger belastet, wie Spade auf ihrer Projekt-Website angibt. Keine Bäume müssten zu Holz für die Särge verarbeitet werden und kein Kohlendioxid falle durch die Kremation an.

Quelle: Urban Death Project; Text: Christian Gmür

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