Bio-Schokolade bewirkt für Regenwald & Kleinbauern mehr als wir denken

Promo – Wer bei Schokolade bewusst auf Bio und Fairtrade achtet, bewirkt damit weit mehr als gedacht. Ein erfolgreiches Pionierprojekt in Madagaskar zeigt, warum.

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Das war einmal in Madagaskar!

Bäume werden brandgerodet, um Reis oder andere Pflanzen in Monokulturen anzubauen. Rund 90 Prozent der Wälder in Madagaskar sind verschwunden. Durch einseitigen Anbau sind die Böden ausgelaugt und ausgetrocknet.

2018  rief Coop deshalb das Projekt «Madagascar» ins Leben, um den Anbau von Edelkakao in nachhaltigen, dynamischen Agroforstsystemen zu fördern und den Kleinbauern mit Kakao einen zusätzlichen Lebensunterhalt zu ermöglichen.

Am Pionierprojekt sind auch der Zoo Zürich, der Schweizer Schokoladenproduzent Chocolats Halba und die Wildlife Conservation Society beteiligt.  Das Projekt soll zum Erhalt der Biodiversität in der Masoala-Region beitragen.

Madagaskar produziert nur ein Prozent der weltweiten Kakaomenge – aber zu 100 Prozent Edelkakao.

Das Projekt Madagascar fördert den nachhaltigen Anbau von Edelkakao und schützt den durch illegale Besiedelung und Abholzung gefährdeten Masoala-Nationalpark. Bis 2023 sollen rund 200 Kleinbauern die Agroforstmethode anwenden und 90 Hektar Mono- in Mischkultur umwandeln oder neue Mischkulturen anlegen.

Natur und Mensch im Gleichgewicht

Bei der dynamischen Agroforstwirtschaft wird der Kakao in Kombination mit anderen lokalen Nutzpflanzen wie Bananen, Mango und Maniok sowie mit riesigen Edelholzbäumen kultiviert. In diesem ausgewogenen Mischanbau wächst der Kakao im feucht-schattigen Unterholz, liefert mehr Früchte und ist widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten, Schädlingen und Wetterextremen.

Bei der dynamischen Agroforstwirtschaft werden die verschiedenen Pflanzen stetig zurückgeschnitten. Es fallen grosse Mengen organischen Materials an, das im Gegensatz zum Monokulturanbau nicht weggeworfen oder verbrannt, sondern als Mulch liegen gelassen wird. So trocknet der Untergrund nicht aus, und die Nährstoffe gelangen zurück in den Boden. Ein geschlossener Kreislauf also. Kunstdünger? Pestizide? Kein Bedarf.

Das Einkommen der Kleinbauern wird diversifiziert, das Risiko für Missernten minimiert und die Ernährungssicherheit gewährleistet. Zusätzlich sollen die Kleinbauerfamilien in der Masoala-Region in Zukunft von den Prämien für die Bio Knospe- und Fairtrade Max Havelaar-Zertifizierung ihrer Bohnen profitieren.

Besser Lebensbedingungen für Familien

Für Kleinbauern wie Felestin Randrianjafy ist der Kampf gegen die Armut und die Verbesserung des Lebensstandards in Madagaskar eine grosse Herausforderung. Daher ist es für Felestin wichtig, Anbaumethoden zu lernen, die den Anbau von Kakao und Mischprodukten auf degradierte Flächen möglich machen. Dank der dynamischer Agroforstwirtschaft kann er seine Wertschöpfung auf der bestehenden Fläche erhöhen und zugleich Natur und Umwelt  schützen. Sein Ziel ist es, sein Wissen in Zukunft an junge Leute weiterzugeben und dank dem Kakao sorgenfrei in den Ruhestand gehen zu können.

Juan Miguel Aguilera Martinez möchte mit seinem Verdienst seine kleine Tochter später unterstützen, sodass sie ihre eigene Kakaopflanzung anlegen und eine gute Ausbildung geniessen kann. «Für mich und meine Familie ist die Agroforstwirtschaft eine Einkommensquelle, mit der ich meine Kinder in die Schule schicken und medizinische Leistungen in Anspruch nehmen kann», erläuterte Juan Miguel weiter.

Dieser Beitrag wird unterstützt von der Coop-Nachhaltigkeitsinitiative «Taten statt Worte» Mit der Madagascar-Schokolade engagiert sich Coop inzwischen im Rahmen von drei Projekten für die Förderung des nachhaltigen Anbaus von Kakao. Nebst der Honduras-Schokolade (seit 2013) und der Ecuador-Schokolade (seit 2017) ist die Madagaskar-Schoggi seit Ende 2019 im Coop-Sortiment zu finden.

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