Wo Kreuzottern in der Schweiz leben und wie giftig ihr Biss ist

Die Kreuzotter ist eine der wenigen Schlangenarten in der Schweiz, die giftig ist. Wo sie lebt, an welchen Merkmalen Sie die Giftschlange erkennen und wie gefährlich ein Biss von ihr ist.

Kreuzotter in der Schweiz: Steckbrief und so giftig ist ihr Biss
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Insgesamt acht Schlangenarten sind in der Schweiz heimisch. Sechs davon sind völlig ungefährlich. Doch es gibt auch zwei Giftschlangen in der Schweiz. Dazu gehört auch die Kreuzotter. 

Wie Sie die Kreuzotter bestimmen können

Eine Kreuzotter wird maximal 85 Zentimeter gross. Sie hat einen zickzackartig gemusterten Rücken, seitlich ist sie gefleckt. Die Grundfarbe darunter ist sehr verschieden und reicht von beige über braun bis gelb oder rötlich. In manchen Regionen gibt es Populationen, die nahezu schwarz sind.

Neben dem gezackten Muster sind bei dieser Schlange auch die Augen besonders markant. Sie sind kupferrot und haben senkrecht geschlitzte Pupillen.

In welchem Lebensraum die Kreuzotter zu finden ist

Die meist tagaktive Kreuzotter ist bei ihrem Lebensraum nicht sonderlich wählerisch. Es kann ein trockener oder feuchter Wald sein, eine Moorlandschaft, feuchte Wiesen oder auch ein sonniger Steinbruch. In der Schweiz kommt sie hauptsächlich im östlichen Alpenraum vor, die Giftschlange wurde aber auch schon im Tessin sowie im Jura gesichtet.

Wie alle Schlangen, braucht die Kreuzotter in ihrem Lebensraum einen passenden Unterschlupf und ein gutes Winterquartier. Mindestens von November bis März hält sie darin ihre Winterruhe. Wie lang genau die Kreuzotter ruht, ist abhängig von Witterung und Höhenlage.

Was die Giftschlange als Nahrung hat

Bei ihrer Nahrung ist die Kreuzotter recht flexibel. So landen Mäuse ebenso gerne in ihrem Magen wie Eidechsen. Aber auch Fröschen und Vögeln ist sie nicht abgeneigt.

Für die Jagd legt sich die Kreuzotter auf die Lauer. Mit einem Biss injiziert sie ihren Opfern ihr Gift, welches für die kleinen Lebewesen schnell tödlich endet. Flüchten diese eventuell noch, folgt die Giftschlange ihnen, bis sie tot sind.

Wie gefährlich ist ein Biss der Kreuzotter?

Kreuzottern sind sehr scheu und meist machen sie sich bereits aus dem Staub, bevor der Mensch sie überhaupt erblickt. Menschen werden nur in ganz seltenen Fällen gebissen. Meist nur, wenn man auf sie tritt oder sie wirklich in die Enge drängt.

Tatsächlich ist die Kreuzotter giftiger als eine gefährliche Diamant-Klapperschlange. Nur: Die Menge des möglicherweise durch den Biss übertragenen Giftes ist bei der Kreuzotter so gering, dass ihr Biss selten gesundheitliche Folgen hat. Nur bei kleinen Kindern und schwachen, älteren Menschen kann es zu schlimmeren Folgen kommen.

Schwindel und Herzrasen sind die gängigsten Reaktionen auf den Biss einer Kreuzotter. Wurde Gift injiziert, dann tritt meist nach kurzer Zeit eine Schwellung auf und die Bisswunde kann sich bläulich verfärben, da das Gift blutzersetzend wirkt. Es kann aber auch sein, dass die Kreuzotter bei einem Biss nur einen Teil oder gar kein Gift in die Bisswunde abgibt.

Die Kreuzotter ist in der Schweiz stark gefährdet

Biotope verschwinden oder werden kleiner, Landwirtschaft wird intensiver betrieben und nicht selten wird auf Pestizide zurückgegriffen. Das alles sowie die Bebauung machen es den Beständen der Kreuzotter in der Schweiz sehr schwer.

Mehr zu den Schlangen hierzulande lesen Sie unter «Welche Schlangen sind in der Schweiz einheimisch

Quellen: Naturinfo.ch, Wikipedia, snakeparadise.ch

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann