Der Wolf zurück in der Schweiz: Geschenk oder Gefahr?

Seit über 15 Jahren ist der Wolf in der Schweiz wieder heimisch. Doch mit dem Wolfsrudel ziehen auch Fragen ins Land ein. Wo leben die Tiere? Wie soll ich mich in Wolfsgebieten verhalten? Und vor allem: Sind sie gefährlich? Grund zur Sorge gibt es nicht, aber einiges sollte man über den Wolf doch wissen.

Der Wolf zurück in der Schweiz: Geschenk oder Gefahr?
Meister Isegrims Rückkehr bedeutet keine Gefahr für den Menschen. Foto: Holly Kuchera, iStock, Thinkstock
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Der Wolf in der Schweiz: Einwanderer von den Nachbarn

Seit 1995 wandern Wölfe aus Frankreich und Italien in die Schweiz ein. Die ersten Tiere wurden im Wallis gesichtet. Hier handelte es sich um einzelne Tiere. Ein ganzes Wolfsrudel war noch nicht sesshaft geworden. Ganze 45 Tiere wurden seither beobachtet. Damit ist der Wolf in der Schweiz noch ein seltener Gast. Das erste feste Wolfsrudel wurde im Jahr 2012 in Graubünden gesichtet. Seitdem nimmt die Population des Wolfes in der Schweiz aber weiter zu.

Wolfsrudel und mehr: Wissenswertes zum Verhalten

Da der Wolf in der Schweiz wieder neu ist, sind viele Menschen unsicher, wie sich die Tiere verhalten. Gefahr geht in der Regel nicht von ihnen aus. Sie meiden Menschen, wenn sie das können. Auf dem Speiseplan der Wolfsrudel steht vor allem grösseres Wild. Dazu gehören Rehe, Hirsche, Wildscheine und Gämsen.

Wölfe zurück in der Schweiz

Noch ist die Anzahl der in der Schweiz lebenden Wölfe gering. Foto: © iStockphoto / Thinkstock

Wolfsrudel folgen ihren Beutetieren. Deshalb leben sie im Sommer in höheren Lagen und begegnen dem Menschen eher selten. Erst wenn es das Wild im Winter weiter hinunter in die Täler zieht, folgen ihnen auch die Wölfe näher zum Menschen.
Wölfe sind aber auch dann in der Regel scheue Gesellen. Lediglich die Jungtiere sind noch etwas neugieriger. Trifft ein Wolf doch einmal auf Menschen, wird er sehr schnell wieder Deckung suchen. Eine Gefahr besteht nicht. Der Mensch gehört nicht zum Beuteschema, zumal der Wolf in der Schweiz ausreichend Wild findet, das er jagen kann.

Begegnung mit dem Wolf  - was tun?

Wölfe lassen sich in freier Wildbahn nur selten beobachten. Geniessen Sie es also, wenn Sie dieses rare Glück haben. Sollten Sie einen verletzten Wolf sichten, melden Sie dies bitte umgehend der Polizei, dem zuständigen Wildhüter oder dem Amt für Jagd. Unter bestimmten Umständen können verletzte Wildtiere aggressiv reagieren, wenn sie sich bedroht fühlen, halten Sie sich selbst also am besten von dem Tier fern.

 

 

Es geht noch wilder bei uns zu: Weitere Wildtiere in der Schweiz

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Eines der häufigsten Wildtiere in der Schweiz: Der Rotfuchs

Der Rotfuchs ist die einzige in Europa beheimatete Fuchsart. Das Wildtier bevorzugt Wälder, Graslandschaften und Äcker als Lebensraum und wird durchschnittlich sechs Jahre alt. Foto: © janeff / iStock / Thinkstock

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