Gentechnik: Was sagt das Schweizer Recht?

Was ist Gentechnik?

In der Schweiz dürfen genetisch veränderte Lebensmittel nur verkauft werden, wenn sie zuvor eine Bewilligung erhalten haben. Foto: simazoran, iStock, Thinkstock

Der Umgang mit Erzeugnissen, die gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sind, enthalten oder daraus gewonnen wurden, unterliegt in der Schweiz zahlreicher rechtlicher Bestimmungen. Darüber informiert das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Eine wesentliche Grundlage bilden das Lebensmittel- und das Gentechnikgesetz. So dürfen GVO-Produkte nur mit einer Bewilligung in den Verkehr gebracht werden. Ihre Annahme und Weitergabe zu kommerziellen Zwecken müssen dokumentiert werden, und bei der Abgabe an den Konsumenten muss die Ware gekennzeichnet sein. Beim Umgang mit GVO sind Massnahmen zu ergreifen, um unbeabsichtigte Vermischungen mit herkömmlichen Erzeugnissen zu verhindern. Auch der grenzüberschreitende Verkehr unterliegt besonderen Bestimmungen. Welche gentechnisch veränderten Pflanzen in der Schweiz erlaubt sind, ist streng geregelt.

Gentechnik im Fitnessriegel

Und doch kommt es immer wieder zu Verstössen. So berichtete das Schweizer Radio und Fernsehen in seiner Sendung «Einstein» (8. Oktober 2012) von gentechnisch verändertem Soja in Fitnessriegeln. Das Kantonale Labor Zürich hatte diese Produkte auf GVO untersucht. Denn das eiweissreiche Soja zählt, genauso wie Reis und Mais, zu den Pflanzen, die am häufigsten gentechnisch verändert werden. Das Ergebnis: In sechs der 19 untersuchten Riegel wurden GVO gefunden, für die es keine Genehmigung gab. Weitere Riegel enthielten das vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) bewilligte GVO-Soja «Roundup-ready 40-3-2». Allerdings fehlte selbst in diesen Fällen der Hinweis auf die Gentechnik im Produkt. Die Deklaration auf der Verpackung aber ist gesetzliche Pflicht.

Was für Gentechnik ist im Produkt enthalten?

Das Bundesamt für Gesundheit hat eine Liste mit den gentechnisch veränderten Sojasorten veröffentlich, die in der Schweiz zugelassen sind oder für die ein entsprechendes Gesuch vorliegt (www.bag.admin.ch/themen/lebensmittel).

 

Text: Christine Lendt

Quellen: Schweizer Radio und Fernsehen, Greenpeace, Bundesamt für Gesundheit (BAG)

Der erste Hamburger aus dem Labor spaltet die Gemüter

Der erste Hamburger aus dem Labor spaltet die Gemüter

Gentechnik: Ab 2018 in der Schweiz möglich

Gentechnik: Ab 2018 in der Schweiz möglich

Gentechnik: Keine Gefahr für Mensch und Umwelt

Gentechnik: Keine Gefahr für Mensch und Umwelt