Plastik im Meer: Deutlich weniger Müll als bisher angenommen

Bisher ging man davon aus, dass mehrere Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer treiben. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass die tatsächliche Menge weit darunter liegt. Die Gründe dafür sind jedoch besorgniserregend.

Plastik im Meer: Deutlich weniger Müll als bisher angenommen
Umher treibende Plastiktüten werden von Meerestieren oft für Quallen gehalten und verschluckt. Foto: © MikaelEriksson / iStock / Thinkstock
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Auf der Oberfläche der Ozeane befinden sich rund 7'000 bis 35'000 Tonnen Müll, wie Forscher der spanischen Expedition Malaspina 2010 schätzen. Diese haben weltweit tausende Wasserproben auf ihren Müllgehalt untersucht. Mit ihrem Ergebnis liegen sie deutlich unter den Schätzungen früherer Studien, die von bis zu einer Million Tonnen Plastik im Meer ausgingen.

Wohin verschwindet das Plastik im Meer?

Die Forscher sind über diese Erkenntnis mehr besorgt als erleichtert. Denn die grosse Abweichung der Studienergebnisse könnte bedeuten, dass vieles von dem Plastik sich in winzige Partikel geteilt habe, die von blossem Auge kaum zu erkennen sind. Der verschwundene Müll kann aber auch an die Küsten geschwemmt oder von Meerestieren verschluckt worden sein. Wie andere aktuelle Untersuchungen belegen, sei ein grosser Teil des Plastikmülls zudem nicht mehr an der Oberfläche zu erkennen, weil er in deutlich tiefere Wasserschichten abgesunken ist.

Alle diese möglichen Ursachen bergen Gefahren für Menschen und die Umwelt. Durch die Aufnahme von Müll sterben etwa bereits jetzt jährlich tausende Meerestiere, ausserdem gelangt das schädliche Plastik über die Gewässer auch in die Nahrungskette der Menschen.


Quellen: spiegel.de, 20min.ch
Autor: Cristina Bürgi
 

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