Avocados sind heiss begehrt und zerstören dadurch Regenwälder

Ob als Guacamole oder im Smoothie: Avocados sind lecker und gesund. Kein Wunder, dass sie immer häufiger im Einkaufskorb landen. Doch wegen der grossen Nachfrage nimmt auch der Anbau weiter deutlich zu – mit teils verheerenden Folgen für die Natur.

Avocados sind heiss begehrt und zerstören dadurch Regenwälder
Foto: © wmaster890 / iStock / Thinkstock
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Mexiko produziert über ein Drittel der weltweit verkauften Avocados. Die grosse Nachfrage nach der Frucht hat dazu geführt, dass immer mehr illegale Plantagen entstehen. Laut der mexikanischen Umweltschutzorganisation Gira fallen jährlich 1’500 bis 4’000 Hektar mexikanischer Regenwald dem Heisshunger nach Avocados zum Opfer.

Egal ob legal oder illegal angelegte Plantage: Um die Monokulturen zu schützen, werden grosse Mengen Pestizide eingesetzt. Darunter leidet neben der Natur auch die Bevölkerung vor Ort, denn ihr Trinkwasser wird durch die Pflanzenschutzmittel verunreinigt.

Für nachhaltig produzierte Avocados achten Sie auf Labels

Ein Grossteil der hier im Handel erhältlichen Früchte stammt zwar nicht aus Mexiko, sondern beispielsweise aus Spanien oder Peru. Um sicher zu gehen, dass Sie eine Avocado aus nachhaltigem Anbau ins Wägeli legen, können Sie auf einige Label achten.

Früchte, die auf Regenwaldflächen wachsen, die nach 1994 gerodet wurden, dürfen beispielweise nicht die Knospe von Bio Suisse tragen. Auch andere Bio-Label wie Migro-Bio und EU-Bio verbieten die Rodung von Regenwäldern. Ausserdem wird beim biologischen Anbau auf umweltschädliche Pflanzenschutzmittel verzichtet. Und auch das Faritrade-Label steht für eine nachhaltige Produktion.

Text: Anja Stettin

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