Arktis durch Rohstoffsuche gefährdet

Die durch den Klimawandel verursachte Eisschmelze setzt viele bisher unzugängliche Gebiete frei. Das zieht Rohstoffsucher an, die mit der Suche nach fossilen Ressourcen der Arktis zusätzlich schaden.

Arktisschmelze
Die Eisschmelze bewirkt einen Ansturm von Rohstoffsucher. Foto ©  iStockphoto / Thinkstock
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Die globale Erderwärmung bewirkt ein Abtauen der Meereseisdecke.  Dadurch werden laut Vermutungen der Bundesbehörde USGS (US Geological Survey) grosse Erdgas- und Ölvorkommen freigelegt. Das veranlasst Ressourcensucher dazu die Arktis nach den Gewinn versprechenden fossilen Brennstoffen zu duchforsten.

Im aktuellen Unep-Jahresreport 2013 wird die Suche nach diesen Vorkommen stark kritisiert. Die Förderung der Rohstoffe würde dem bereits stark angeschlagenen arktischen Ökosystem noch mehr schaden.

Der Klimawandel bringt laut Unep aber noch weitere stärkere Belastungen mit sich. Dadurch dass das Eis zurück geht werden Seewege geöffnet, die vorher nicht befahrbar waren.  Das könnte zur Folge haben, dass der Schifffahrtsbetrieb in der Arktis bis 2020 auf das 40-fache ansteigt.

Der Klimawandel in der Arktis: Ein Überblick

Im Jahr 2012 erreichte die Sommereisdecke in der Arktis ihr Rekordtief von 3,4 Millionen Quadratmetern. Das sind schon 50 Prozent weniger als der Durchschnittswert in den 80er und 90er Jahren. Sorgen bereitet aber auch der durch den Klimawandel verursachte Anstieg des Meeresspiegels und die zunehmende Gefahr für Eisbären. Diese verlieren durch den Klimawandel mehr und mehr von ihrem natürlichen Lebensraum.

Quelle: spiegel.de

Text: Katharina Kehler