Starkes Hochwasser ist nur zum Teil eine Folge des Klimawandels

Erneut schlägt das Jahrhunderthochwasser in Mitteleuropa zu. Vor allem stark betroffen sind diesmal Ostdeutschland und Tschechien. Die Schweiz blieb weitgehend verschont. Aber worin bestehen die Ursachen für das Hochwasser? Experten stellen Vermutungen an.

Starkes Hochwasser
Hochwasser scheint in periodischen Abständen wiederzukommen. Foto © iStockphoto / Thinkstock
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Die Ursachen für das Hochwasser wird zum wahren Rätselraten. Die einen meinen es sei eine Folge des Klimawandels: «Der Klimawandel mit der Erwärmung der Atmosphäre und der Meeresoberfläche könnte eine Rolle spielen,» erklärt Prof. Dr. Rolf Weingartner, Hydrologe vom Geografischen Institut der Universität Bern im Interview mit nzz.ch.

Andere sehen die Schuld in der Industriegesellschaft, denn überwiegend mussten natürliche Böden den festgepressten Äckern, Gebäuden, Strassen und Tunneln weichen. Dadurch könne der Regen nicht mehr vom Erdboden aufgenommen werden, heisst es bei sueddeutsche.de. Zudem sind Winter und Frühling in diesem Jahr besonders kalt und nass ausgefallen, was auf Veränderungen durch den Klimawandel zurückzuführen sein könnte, und die Böden zusätzlich belastet. Das ist aber eben nur ein Teil des Problems.

Hochwasser in der Schweiz

Nach Aussage von Prof. Dr. Weingartner sei Hochwasser ganz normal. Bereits vor 11 Jahren gab es an der Donau ein Jahrhunderthochwasser, es scheint periodisch wiederzukommen. Weingartner schildert im Interview mit nzz.ch, dass es beispielsweise im 19. Jahrhundert viele Hochwasser gegeben habe, während es davor zwischen 1880 und 1980 kaum welche gab. Nun sei die Periode von vermehrten Hochwassern wieder eingetreten.

 


Quellen: nzz.ch, sz.ch, welt.de

Text: Katharina Kehler