Regenwürmer sind kleine Umweltsünder

Nicht nur wir Menschen belasten die Luft mit Treibhausgasen. Auch in der Tierwelt gibt es den ein oder anderen Klimaverschmutzer, dazu gehören laut einer neuen Untersuchung auch die Regenwürmer.

Regenwürmer sind Kilmasünder
Vom nützlichen Tierchen zum Umweltsünder? Foto: © iStockphoto / Thinkstock
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Bei Kühen wissen wir es schon länger. Sie verschmutzen die Luft mit Methan, das zu den Treibhausgasen gehört. Nun konnte ein Forscherteam aus den Niederlanden beweisen, dass auch Regenwürmer die Umwelt verpesten und zwar mit den Treibhausgasen CO2 (Kohlendioxid) und N2O (Lachgas). Diese sind von Natur aus im Erdboden gespeichert und werden durch die Wühltätigkeit der Würmer freigesetzt. 

Zu dem Ergebnis kamen Ingrid Lubbers und ihr Team von der Universität Wageningen in den Niederlanden indem sie 57 bereits veröffentlichte Studien bezüglich des Klimaeffekts der Würmer untersuchten. Das Ergebnis: Regenwürmer tragen einen erheblichen Anteil am Treibhausgasausstoss.

Hinzu kommt: Die Verbreitung der Regenwürmer wird durch zunehmende Temperaturen in den kommenden Jahren deutlich ansteigen. Ob das kleine eigentlich nützliche Tierchen dann zum Klimakiller wird? Dieser Frage wollen die Forscher in Zukunft noch auf den Grund gehen.

Quelle: scinexx.de

Text: Katharina Kehler