Weltbank warnt vor gefährlicher Erderwärmung

Eine Woche vor dem Beginn der Weltklimakonferenz mahnt die Weltbank, dass die Erderwärmung dringend mit ernsthafteren Massnahmen als bisher gebremst werden muss. Schon jetzt könnte es zu spät sein, um einschneidende Klimaveränderungen zu verhindern.

Klimaerwärmung: Vier Grad wären katastrophal
Die steigenden Temperaturen werden auch die Ernährungssicherheit gefährden. Foto: © Hemera / Thinkstock
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Aktuell steuert die Erde laut dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und der Organisation Climate Analytics auf eine Erderwärmung um vier Grad bis Ende des Jahrhunderts zu. Wie sich eine so starke Erwärmung auswirkt, sei unabsehbar und könnte drastische Folgen haben.

Angesichts dieser Daten ruft die Weltbank in ihrem neuesten Klima-Bericht dazu auf, entschieden gegenzusteuern. «Eine vier Grad wärmere Welt kann und muss vermieden werden», so der Weltbank-Chef Jim Yong Kim. Deshalb ruft die Weltbank alle Regierungen weltweit auf, statt fossiler Brennstoffe den Ausbau der erneuerbaren Energien zu fördern. Derzeit fliessen weltweit etwa 775 Milliarden Euro in Kohle und andere fossile Energieträger.

Aber nicht nur die Energieversorgung, auch unsere Lebensstile müssen nachhaltiger werden. Der Konsum sei weltweit von fossilen Brennstoffen geprägt, erklärt PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber laut tagesanzeiger.ch.

Hintergrund: International vereinbartes Klimaziel bei 2 Grad

Um die Welt so zu erhalten, wie wir sie heute kennen, hatte sich die internationale Klimapolitik darauf verständigt, die Erderwärmung auf weniger als 2 Grad zu begrenzen. Steigen die Temperaturen stärker an, nehmen die Risiken laut wissenschaftlicher Studien deutlich zu und sind nicht mehr abschätzbar. Durch die nur schleppend voran gehenden internationalen Klimaverhandlungen wird dieses Ziel jedoch kaum noch zu erreichen sein.


 

Quelle: tagesanzeiger.ch, focus.de

Text: Leena Heinzelmann

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