Klimawandel erzwingt Gestaltung kompakterer Städte

Laut Berechnungen wird der CO2-Ausstoss bis ins Jahr 2030 um mehr als die Hälfte ansteigen. In Städten werden am meisten umweltschädliche Emissionen produziert. Wie nun kompakter gestaltete Städte dem Klimawandel entgegenwirken sollen, lesen Sie hier.

In Städten ist der CO2-Ausstoss am  grössten.
In Städten ist der CO2-Ausstoss am  grössten. Foto: © Fuse / thinkstockphotos.com
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In Städten ist das Bevölkerungswachstum am grössten. Die Hälfte der Menschen weltweit lebt bereits in einer Stadt. Bis ins Jahr 2050 wird sich die Anzahl der Stadtbewohner noch verdoppeln. Daher werden die Städte in den nächsten beiden Jahrzehnten um 1,5 Millionen Quadratkilometer wachsen. Das entspricht einer Fläche von Deutschland, Frankreich und Spanien zusammengenommen.

Wenig verwunderlich ist es daher, dass heute bereits 70 Prozent des weltweitenCO2 Ausstosses in Städten produziert wird. Viel zu viel, sagen Experten. Das Hauptproblem ist der zu hohe Flächenverbrauch pro Einwohner. Je mehr Wohnfläche, desto mehr Stromverbrauch und Heizaufwand und mehr Platz für Elektrogeräte und Möbel.

Die Lösung für eine saubere, klimafreundliche Zukunft liege in einer kompakteren Gestaltung der Städte, so Sabine Drewes, Referentin für Kommunalpolitik und Stadtentwicklung bei der Heinrich-Böll-Stiftung gegenüber pressetext.ch. Das bedeutet, weniger Fläche für den Einzelnen, dafür wird auch weniger Energie für Heizung und Strom benötigt. Zudem muss sich das Verkehrsbild deutlich ändern. Das Auto sollte in Städten nicht mehr länger als Hauptverkehrsmittel eingesetzt werden. Der Status öffentlicher Verkehrsmittel muss mehr gewichtet und gefördert werden. Zur Kompensation des CO2-Ausstosses sollen zudem in den Städten mehr Bäume gepflanzt, Fassaden begrünt und zusätzliche Grünzonen erschaffen werden.

Quelle: pressetext.ch Text: Jessica Buschor