Klimawandel: Katastrophale Folgen schon in ein paar Jahren

Die Auswirkungen des Klimawandels werden neuesten Untersuchungen zufolge bereits in den kommenden zwei bis drei Jahrzehnten drastisch zu spüren sein. Zu den ersten Betroffenen zählen vor allem die Bewohner Afrikas und Asiens.

Klimawandel: Katastrophale Folgen schon in ein paar Jahren
Durch die zunehmenden Dürreperioden werden Lebensmittel immer knapper. Foto: © iStockphoto / Thinkstock
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Klimaforscher gehen davon aus, dass sich die globale Durchschnittstemperatur bis 2030 um 1,5 bis 2 Grad erwärmen wird. Dies hätte zur Folge, dass in Afrika kaum noch Mais und Hirse angebaut werden könnten. In Südasien käme es vermehrt zu Überschwemmungen und längeren Dürreperioden. Und auch Südostasien sei durch zunehmende Überschwemmungs- und Wirbelsturmgefahr bedroht, so der jüngst von der Weltbank* veröffentlichte Bericht «Turn down the Heat».

«Dieser Bericht zeichnet ein alarmierendes Szenario für die kommenden Tage und Jahre - eines, das wir alle noch zu unseren Lebzeiten miterleben könnten», zitiert scinexx.de Weltbank-Präsident Jim Yong Kim. Gerade weil leergefischte Meere und Flüsse, der Mangel an sauberem Wasser, ausgelaugte Böden und regelmässige Hungersnöte in armen Ländern schon heute grausame Realität sind, sei es wichtig zu reagieren, so Kim weiter. Er fordert zu einem entschlossenen Handeln auf, um den Ausstoss von Treibhausgasen zu verringern und sich auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Denn die 2-Grad-Marke zu überschreiten sei Klimaexperten zufolge jetzt kaum noch abwendbar.  

Zum Weltbank-Report

Heute liegt die globale Durchschnittstemperatur 0,8 Grad höher als vor der Industrialisierung. Im Report «Turn down the Heat» gehen die Forscher davon aus, dass diese Temperatur bis Ende des 21. Jahrhunderts um bis zu 4 Grad angesteigen wird, was zum vermehrte Sterben von Meerestieren führt. Sofern die Massnahmen gegen den Klimawandel weiterhin so träge vorangehen, könnte das von der Weltbank gezeichnete Szenario wirklich eintreffen.

 

*Die Weltbank sitzt in Washington, D.C. und meint im engeren Sinne die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung.

Quellen: scinexx.de, spiegel.de

Text: Katharina Kehler