Klimaschutz: Schweiz schneidet im Ländervergleich gut ab

Beim Klimaschutz zählt die Schweiz zu den führenden Staaten. Sie belegte in einer internationalen Vergleichs-Studie den siebten Platz. Um die Folgen des Klimawandels abzuschwächen, sind die Bemühungen jedoch auch hierzulande ungenügend.

Klimaschutz-Ranking: Die Schweiz steht auf Platz 7
Die Schweiz muss sich im Klimaschutz noch mehr engagieren. Foto: © Stockbyte / Thinkstock
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Die Schweiz hat sich im diesjährigen Ländervergleich von Platz 10 auf Platz 7 verbessert. Das zeigt das Klima-Länderrating des Climate Action Networks Europe (CAN) und der gemeinnützigen Organisation Germanwatch. Am besten schneidet Dänemark in der Studie ab, das Schlusslicht bildet Saudi Arabien.

Trotz der guten Platzierung der Schweiz fällt die Bewertung insgesamt ernüchternd aus. Der Klimaschutz sei, wie auch in allen 58 untersuchten Staaten, ungenügend. So sinke der CO2-Ausstoss viel zu langsam und die erneuerbaren Energien würden nicht schnell genug ausgebaut, heisst es in der Studie. Hierzulande bestehe laut der Untersuchung  zum Beispiel beim Flugverkehr dringender Handlungsbedarf. Die Schweiz zählt zu den grössten Emittenten weltweit.

Um den Klimaschutz deutlich voranzubringen, müsse sich Europa darum ehrgeizigere Ziele stecken als bisher, resultiert CAN aus der Studie. Denn mit der bisher vereinbarten Reduktion der Emissionen um 20 Prozent ist die international vereinbarte Grenze maximaler Erderwärmung von 2 Grad nicht zu schaffen.

Wenn die Massnahmen zum Klimaschutz in der Schweiz auch nicht ausreichen, so gehen erste Schritte dennoch in die richtige Richtung. So werden die Emissionen laut WWF dank energieeffizienten Gebäuden, der CO2 Lenkungsabgabe auf Brennstoffe und Vorgaben für Autos in den nächsten Jahren weiter sinken.

Quelle: Germanwatch.org, tagesanzeiger.ch, WWF Schweiz

Text: Leena Heinzelmann

Das Klima-Länderrating 2012

Zur Berechnung des Index werden die Klimapolitik der jeweiligen Länder, ihr CO2-Ausstoss, sowie dessen Entwicklung herangezogen. Emissionen, die bei der Herstellung von Gütern anfallen, fallen dabei dem Produktionsland zu Lasten. Die Schweiz profitiert von dieser Berechnungsart enorm. Ihr CO2-Ausstoss wäre mindestens doppelt so hoch, wenn Emissionen von Importen mit eingerechnet würden.

Die ersten drei Plätze wurden wie in den Jahren zuvor nicht vergeben. Laut der Autoren unternimmt keines der untersuchten Länder ausreichende Anstrengungen im Klimaschutz, um einen Podiumsplatz zu verdienen.