Flucht vor Klimawandel: Erstmals werden Klimaflüchtlinge anerkannt

Die ersten anerkannten Klimaflüchtlinge können in Neuseeland ein neues Leben beginnen. Die vierköpfige Familie flüchtete vor dem steigenden Meeresspiegel in ihrer Heimat Tuvalu.

Klimaflüchtlinge: Erstmals anerkannte Flucht vor Klimawandel
Foto: © Creatas Images / Thinkstock
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Das Heimatland von Sigeo Alesana und seiner Familie, Tuvalu, ist mit seinen 26 Quadratkilometern der viertkleinste Staat der Welt. Weil der kleine Inselstaat nur mit geringer Höhe aus dem Wasser ragt, ist er besonders durch die Folgen des Klimawandels bedroht.  Die Regierung von Neuseeland erkannte dies nun an und genehmigte, Familie Alesana als erste Klimaflüchtlinge aufzunehmen.

Im letzten Jahr gab es bereits einen ähnlichen Antrag. 2013 hatte eine Familie aus Kiribati versucht, Asyl als Klimaflüchtlinge in Neuseeland zu bekommen. Damals hatte die neuseeländische Regierung noch eine Aufnahme verweigert, weil sie keine Gefährdung für das Leben der Familie sah. Mehr dazu lesen Sie hier: «Asylantrag abgelehnt: Erster «Klimaflüchtling» blitzte ab.»

Steigender Meeresspiegel verschluckt Inseln

Wegen des ansteigenden Meeresspiegels könnten schon in absehbarer Zeit mehrere Pazifik-Inseln unbewohnbar werden. Deshalb werden in Zukunft immer mehr Menschen unter Druck stehen, ihr Land zu verlassen. Als Klimaflüchtlinge können sie Asyl in angrenzenden Gebieten beantragen.

Quelle: schweizerbauer.ch, Autor: Zita Söreghy