Klimaerwärmung gefährdet Zugvögel, insbesondere Knutts

Weil Zugvögel in afrikanischen Winterquartieren verhungern, kehren immer weniger zu ihren arktischen Brutstätten zurück. Einer davon ist der rote Knutt, der vom Aussterben bedroht ist. Schuld ist die Erderwärmung.

Klimaerwärmung gefährdet Zugvögel, insbesondere Knutts
Foto: © PaulReevesPhotography /iStock /ThinkStock
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Für Zugvögel wie den Knuttstrandläufer stellt die Klimaerwärmung ein grosses Problem dar. Wegen ihr verschieben sich die Jahreszeiten in der Arktis, sodass Knutt-Küken oft nur wenig geeignete Nahrung finden, wenn sie im Norden schlüpfen. Dadurch bleiben die Zugvögel kleiner und ihr Schnabel kürzer als üblich.

Im Winterquartier in Süd-West-Afrika macht sich die Mangelernährung dann bemerkbar. Der kurze Schnabel beeinträchtigt ihre Futtersuche: Tief im Schlamm suchen die Knutts oft erfolglos nach Muscheln und Krebsen. Darum überstehen viele Knutts den Aufenthalt im Winterquartier nicht.

Wenn es so weitergeht, können die Knutts schon bald vom Aussterben bedroht sein. Sie sind allerdings nicht die einzigen Vögel, die unter der Erderwärmung leiden. Gemäss Langzeitstudien hat der Klimawandel in den vergangenen Jahren bereits die europäischen Vogelbestände verändert. Zugvögel sind auch in unseren Breitengraden am schlimmsten betroffen.

Autor: Nanuschka Boleki

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