300 Milliarden zusätzliche CO2-Emissionen durch neue Kraftwerke

Eigentlich müssten die weltweiten CO2-Emissionen auf lange Frist sinken, um den voranschreitenden Klimawandel aufzuhalten. Durch neue Kraftwerke werden wir jedoch laut Prognosen in den nächsten Jahrzehnten eine Unmenge zusätzlicher Treibhausgase produzieren.

CO2-Emissionen: 300 Milliarden mehr Gase durch neue Kraftwerke
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Allein durch derzeit vorhandene Kohlekraftwerke sollen in den kommenden 40 Jahren zusätzlich etwa 300 Milliarden Tonnen zusätzlich ausgestossen werden. So das Ergebnis einer Untersuchung von Forschern der University of California in Irvine und der Princeton University im US-Bundesstaat New Jersey, die sie in dem Fachjournal «Environmental Research Letters» veröffentlichten. Dabei sind in der Berechnung die nach 2012 gebauten Kraftwerke nicht einmal mit einbezogen.

Zwar ist die Prognose auch nicht ganz eindeutig, die Wissenschaftler gehen von mindestens 192 und höchstens 439 Milliarden Tonnen aus. Beruhigend ist aber selbst der niedrigste angenommene CO2-Ausstoss nicht. Und von einer wirklichen weltweiten Energiewende können wir uns so auch auf längere Sicht verabschieden. «Wir sind weit davon entfernt, das Problem des Klimawandels zu lösen und investieren massiv in Technologien, die das Problem verschlimmern», wird Davis dazu in einer Mitteilung seiner Universität zitiert.

Der Energieträger, welcher dabei die meisten CO2-Emissionen ausstossen wird, ist Kohle. Danach folgen Erdgas sowie Erdöl. Bereits in wenigen Jahren soll Kohle den heutigen hauptsächlichen Energieträger Erdöl ablösen.

Quelle: focus.de, welt.de, spiegel.de, Autor: Bianca Sellnow