Wie eine Käserei das Val Müstair und seine Bergbauern rettet

Advertorial – Ohne Käse ginge im Val Müstair gar nichts mehr – oder zumindest nicht mehr viel. Doch damit es den Käse heute überhaupt noch gibt, brauchte es gewiefte Bauern und eine ganz spezielle Patenschaft.

Eine Käserei rettet das Val Müstair
Der Käse stellt im Val Müstair das Überleben der Bio-Höfe sicher. Foto: © zVg Coop
  • 4
  • 0

Im Val Müstair treffen eindrückliche Natur- und Kulturlandschaften auf lebhafte Dörfer. Das UNESCO-Biosphärenreservat und der Naturpark Biosfera Val Müstair stehen für eine nachhaltige Entwicklung im Tal, und die geht Hand in Hand mit der traditionellen Bio-Landwirtschaft im Berggebiet.

Rinderzucht und Milchwirtschaft sind quasi die Identität des Tals und der hiesigen Bio-Bauern  – und dazu gehört auch der feine Bio-Bergkäse.

Täglich 5000 Liter Milch 

Nachhaltigleben

 

Heute werden in der neuen Chascharia, der Käserei, täglich 5000 Liter Milch verarbeitet. Hier entstehen verschiedene Spezialitäten wie der Bündner Bergkäse, der in der Pro-Montagna-Linie bei Coop verkauft wird.

Hergestellt wird hier auch der würzige Val Müstairer Bio-Heukäse, den es fast nur im Tal zu kaufen gibt, und den die Touristen geniessen, wenn sie in den umliegenden Hotels zmörgelen. 

Nachhaltigleben

In der Chascharia ensteht der Bündner Bergkäse. Foto: zVg Coop 

Dass die Bauern im Tal überhaupt Käse herstellen und so das Überleben ihrer Bio-Höfe sichern, ist einigen innovativen Bauern zu verdanken. Sie haben in den 1970ern eine Käserei aufgebaut, damit sie die Milch nicht ständig über den Ofenpass transportieren mussten und die Wertschöpfung im Tal behalten konnten.

Käse in Gefahr

12 Bio-Milchbauern und ihre Familien sind auf diese Chascharia angewiesen. Doch nach fast 50 Jahren wurde die Käserei zu klein und entsprach nicht mehr den heutigen Hygiene-Vorschriften. Für eine grössere Käserei gab es im Tal kein geeignetes Gebäude und einen Neubau konnten sich die Landwirte unmöglich leisten.

Rico Lamprecht, Gemeideammann von Val Müstair

Rico Lamprecht, Gemeindeammann von Val Müstair. Foto: © zVg privat

Die Milchwirtschaft war im Tal plötzlich als Ganzes gefährdet. Hätten die Bauern keine Lösung gefunden, hätte man den Käse am Ende gar importieren müssen. «Einige Landwirte hätten ihre Betriebe vermutlich auf Mutterkuhhaltung umgestellt oder gar aufgegeben und wären abgewandert. Arbeitsplätze wären verloren gegangen und die Wirtschaft im Tal hätte arg gelitten», sagt der Bündner Grossrat und Gemeindeammann von Val Müstair Rico Lamprecht. Das Tal hätte ein Stück seiner kulturellen Identität für immer verloren.

Mit vereinten Kräften

«Das hätte auch der wertvollen Landschaft in der Region geschadet», sagt Lamprecht. Er ist selber Landwirt. Die Familie betreibt als Generationengemeinschaft mit ihrem ältesten Sohn den Familienhof Craistas und Pütschai Josom.

«Die Bauern im Tal pflegen auch die Landschaft, die Alpwiesen und Wälder», erklärt Lamprecht. Durch die verschiedenen Lebensräume entstehe überhaupt erst die Artenvielfalt im Biosphärenreservat. «Würde man die Weiden und Alpwiesen nicht mehr bewirtschaften, würde alles verwalden und seltene Insekten und Vogelarten würden samt ihrem Lebensraum verschwinden», sagt Lamprecht.

Eine Käserei rettet das Val Müstair: Baustelle Chascharia

Mit vereinten Kräften konnte die Chascharia gebaut werden. Foto: © zVg Coop

Weil sie wussten, was auf dem Spiel stand, taten sich die Bauern vom Val Müstair nach 50 Jahren erneut zusammen, bewarben sich beim Bund für ein «Projekt zur Regionalen Entwicklung» und gründeten die Agricultura Jaura GmbH. Mit Erfolg: Bund und Kanton unterstützten einen Neubau für die Chascharia.

Doch das reichte noch nicht ganz. Dass die Bergbauern nicht einfach aufgegeben, sondern gemeinsam für ihren Käse, ihre Region und ihr Leben gekämpft haben, das würdigt auch die Coop Patenschaft für Berggebiete, indem sie sich an der neuen Bio-Käserei finanziell beteiligt.

Erfahren Sie hier mehr zum Thema Hilfe für Berggebiete.

Dieser Artikel entstand mit Unterstützung der Coop-Nachhaltigkeitsinitiative «Taten statt Worte». Mit der Patenschaft für Berggebiete unterstützt Coop Bergbauernfamilien und  ihre Betriebe und engagiert sich so für eine zukunftsfähige Bergwirtschaft.

 

Nachhaltigleben
Alpabzug erleben: Wo Sie die Tradition besonders schön feiern

Alpabzug erleben: Wo Sie die Tradition besonders schön feiern

Pestizide schädigen Böden noch lange nach Verbot

Pestizide schädigen Böden noch lange nach Verbot

Gentechnik: Ab 2018 in der Schweiz möglich

Gentechnik: Ab 2018 in der Schweiz möglich