Giftige Waldbewohner: Bärenklau kann die Haut stark reizen

Der ursprünglich aus Kaukasien stammende Riesenbärenklau (auch Herkulesstaude oder Heracleum mantegazzianum) ist hochgiftig. Ein Kontakt mit Pflanzenteilen, und insbesondere dem Saft der Giftpflanze, kann bei Mensch und Tier zu schwersten Hautverletzungen führen und sollte daher gemieden werden.

Bärenklau ist giftig für die Haut und sollte gemieden werden.
Foto: © Wikipedia (CC BY-SA 3.0)
  • 118
  • 0

Sowohl Riesenbärenklau als auch andere einheimische Bärenklauarten enthalten sogenannte Fototoxine (Gifte, deren Wirkung sich erst bei Kontakt mit Sonnenlicht entfaltet). Unter Sonneneinstrahlung verbinden sich die Giftstoffe, die zuvor durch Berührung in den Körper von Mensch oder Tier eingedrungenen sind, mit dem körpereigenen Eiweiss. In der Folge treten allergische Hautreaktionen auf.

Symptome für eine allergische Reaktion auf Bärenklau

Die Schwere auftretender Hautreizungen hängt vor allem davon ab, mit welcher Art des Bärenklau ein Betroffener in Berührung gekommen ist und in welchem Ausmass. Tückisch dabei ist, dass die unter Sonneneinstrahlung auftretenden Beschwerden häufig erst 20 - 40 Stunden nach dem Pflanzenkontakt einsetzen.

Zu den möglichen leichten Symptomen nach nur flüchtiger Berührung mit dem Saft des einheimischen Bärenklau zählen beispielsweise Hautrötungen und Juckreiz. Schwere Reaktionen können sich etwa durch Entzündungen, Blasen und Quaddeln äussern.

Bild: 2 von 7

Vor dem Bärenklau sollte man sich besser in Acht nehmen

Insbesondere der Saft des Riesen-Bärenklaus ist hochgiftig und kann bei Mensch und Tier zu sehr schweren Hautverletzungen führen. Die Stängel des Bärenklaus sind sehr dick und geben bei Brechen viel Saft ab, vor dem man sich unbedingt in Acht nehmen sollte. Foto: © Appaloosa / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Weitere Bilder anschauen

 

Riesenbärenklau kann zu wesentlich stärkeren Hautschäden führen

Die Giftigkeit des aus dem Kaukasus importierten Riesenbärenklau übersteigt die des in der Schweiz heimischen Bärenklau um ein Vielfaches. So kann die kaukasische Giftpflanze in schweren Fällen Hautverletzungen hervorrufen, die mit Verbrennungen 2. bis 3. Grades zu vergleichen sind und die häufig erst nach mehreren Monaten wieder abheilen. Gelegentlich bleiben hier beim Betroffenen narbenähnliche Hyperpigmentierungen der Haut zurück.

Was tun nach Kontakt mit der Giftpflanze?

Sind Sie mit Bärenklau in Berührung gekommen, sollten Sie die entsprechende Körperpartie möglichst rasch und gründlich reinigen. Mediziner raten ausserdem dringend dazu, Sonneneinstrahlung in den Folgetagen möglichst zu meiden bzw. starkes Sonnenschutzmittel aufzutragen.

Leichte Symptome wie Hautrötungen können in der akuten Phase beispielsweise durch Salben und/oder feuchte Umschläge gelindert werden. Zögern Sie bei nicht abklingenden oder starken Beschwerden aber nicht, sondern suchen Sie unbedingt Ihren Arzt auf!

Bericht über den Riesenbärenklau im SRF
 

Passend zum Thema: