Neue Rote Liste: Viele Brutvögel sind stark gefährdet

Europaweit sind viele Brutvogelarten gefährdet. Hierzulande trifft das sogar auf mehr als die Hälfte der Arten zu. Schuld daran ist unter anderem der Klimawandel. Förderprogramme sollen das Aussterben jetzt stoppen.

Rote Liste der Vögel: Zu viele Brutvögel gefährdet
Foto: © gabylegeai / iStock / Thinkstock
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Der aktuelle Bericht des Schweizer Vogelschutzes / BirdLife Schweiz und der Vogelwarte Sempach zeigt auf, dass von den knapp 200 Brutvogelarten hierzulande 55 Prozent aktuell oder potenziell gefährdet sind. 14 der bei uns einheimischen Vogelarten sind sogar europaweit gefährdet, wie aus der Roten Liste der Vögel Europas hervorgeht.

Die Ursachen für das Schwinden der Vögel liegen im Verlust von Lebensraum, aber auch in der Verschlechterung der Qualität noch vorhandener Lebensräume. Der Klimawandel dagegen bereitet besonders dem Alpenschneehuhn oder dem Steinhuhn Probleme.

Förderprogramme zeigen Erfolge auf der Roten Liste

Als «vom Aussterben bedroht» werden zwar insgesamt 24 Vogelarten mehr gezählt. Im Vergleich zur letzten Erhebung 2004 hat sich die Lage allerdings auch für 20 europaweit gefährdete Arten verbessert.

Dies ist gezielten Programmen zur Artenförderung zu verdanken. So brütet der Bartgeier auch wieder in den Gebirgen hierzulande und befindet sich nicht mehr in der Kategorie «in der Schweiz ausgestorben». 

Um die derzeit am stärksten gefährdeten Arten zu erhalten, sollen sie nun deshalb ähnlich gefördert werden. So entstehen derzeit Förderprogramme für den Kiebitz, den Ortolan oder auch die Turteltaube.

Quellen: birdlife.ch, schweizerbauer.ch