Nach einer kleinen Ewigkeit: Baby-Schildkröten auf Galápagos

Die Riesenschildkröten auf Galápagos gelten als nahezu ausgestorben. Jetzt haben Forscher frischgeschlüpften Nachwuchs entdeckt, der für die Population der sanften Riesen hoffen lässt.

Galápagos-Schildkröten: erster Nachwuchs seit 150 Jahren
Foto: © Sharron Schiefelbein / iStock / Thinkstock
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Auf der Galápagos-Insel Pinzón ist nach 150 Jahren der erste Nachwuchs der beliebten Panzertiere in freier Wildnis geschlüpft. Zehn kleine Babys der Sattelrücken-Riesenschildkröten krabbeln dort nun munter durch den Sand. Die Organisation Galápagos Conservancy hat sogar eine Webcam eingerichtet, auf der man die gepanzerten Sprösslinge in ihrer Kinderstube beobachten kann. 

Der Erfolg geht auf das «Project Pinzón» zurück, bei dem über der Galápagos-Insel Rattengift abgeworfen wurde. Die Nagetiere wurden im 18. Jahrhundert eingeschleppt und haben es seitdem dem Schildkrötennachwuchs schwer gemacht. Ratten haben nämlich die Eier und die frisch geschlüpften Küken zum Fressen gern. Inzwischen sind auf Pinzón keine Ratten mehr gesichtet worden und man kann hoffen, dass sich die Population der Riesenschildkröten doch noch erholt.

Quellen: motherboard.vice.com, galapagos.org, Autor: Regina Rohland