Endlich gibt es wieder mehr Fledermäuse in Europa!

Lange Zeit stand es nicht gut um die europäischen Fledermausarten – durch die Intensivierung der Landwirtschaft und Industrie nahmen ihre Bestände drastisch ab. Doch nun soll es in Europa zum Glück wieder mehr Fledermäuse geben.

Fledermaus: Bestand in Europa erholt sich endlich wieder
Das Braune Langohr ist eine der Fledermausarten, die auch in der Schweiz umherflattern und trotz steigender Zahl gefährdet sind. Foto: Dennis Donohue, iStock, Thinkstock
  • 8

Die Zahl der Fledermäuse in Europa steigt seit einigen Jahren endlich wieder an. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Europäischen Umweltagentur (EEA) hervor, die sich auf Daten aus Langzeitbeobachtungen von 1993 bis 2011 stützt. In insgesamt neun europäischen Staaten wurden 16 der insgesamt 45 in Europa heimischen Fledermausarten beim Überwintern beobachtet.

Das daraus resultierende Fazit gibt Anlass zur Hoffnung: «Insgesamt scheint es so, dass diese Arten um 43 Prozent zugenommen haben». Demnach habe der Fledermausbestand seit 1993 kräftig zugelegt und sei heute «relativ stabil», so die EEA im Bericht «European bat population trends». Europaweite Schutzmassnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt und der Lebensräume könnten grossen Anteil an dieser positiven Entwicklung haben.

Die Wissenschaftler betonen dabei jedoch auch, dass immer noch viele europäische Fledermausarten auf der Roten Liste stehen. Einige gelten sogar als akut vom Aussterben bedroht. Ihnen setzen Giftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft und Verluste von Lebensräumen schwer zu.

Quelle: zeit.de, naturschutz.ch; Text: Petra Zölle