Auch einheimische Arten durch Klimawandel gefährdet

Das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten durch den Klimawandel ist nicht nur in fernen Gebieten zu beobachten. Auch in unserer Umgebung werden einige bisher stark verbreitete Arten der Erderwärmung zum Opfer fallen.

Alpenschneehuhn gefährdet
Alpenschneehuhn stark durch Klimawandel gefährdet. Foto: © iStockphoto / Thinkstock
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Wie bedrohlich der Klimawandel ist, zeigen Untersuchungen aus Deutschland. Die zunehmenden Wassertemperaturen begünstigen dort jetzt schon das Aussterben der Mies- und Flussperlmuscheln, ebenso wird das verschmutzte Wasser den Algenarten zum Verhängnis.

Der steigende Meeresspiegel gefährdet Vögel, die ihre Nahrung im Wattenmeer suchen und ihre Brutplätze in der Nähe des Wassers haben. Auch die Pflanzen leiden unter den steigenden Temperaturen. Vor allem die auch hier weit verbreitete Fichte verträgt diese nicht und wird wohl über kurz oder lang verschwinden.

Für die Schweiz befürchten Forscher zudem einen starken Rückgang der Alpenvögel, da die Gletscherschmelze den natürlichen Lebensraum der Vögel bedroht. Insbesondere das Alpenschneehuhn ist dadurch stark gefährdet.

Klimawandel bewirkt Migration anderer Tier- und Pflanzenarten

Durch den Klimawandel ist nicht nur ein Rückgang von heimischen Fauna- und Floraarten festzustellen. Denn das wärmere Klima bewirkt eine Zuwanderung von anderen Gattungen, die besser an die veränderten Lebensumstände angepasst sind. Hierzu zählt die nordamerikanische Douglasie, ein besonders schnellwüchsiger Nadelbaum. Des Weiteren finden sich ein paar neue Spinnenarten in Deutschland. In der Schweiz gibt es auch eine neue Spinnensorte, die Kräuseljagdspinne. Inwiefern die Einwanderer die noch bestehenden Arten verdrängen, kann jedoch noch nicht abgeschätzt werden.

Quelle: welt.de, klima-global.de

Text: Katharina Kehler