Dramatisches Artensterben wegen Zusammenbruch der Nahrungskette

Durch den Klimawandel werden tausende Tierarten aussterben. Schuld daran sind aber nicht steigende Temperaturen, sondern das sich verändernde Zusammenspiel der Arten.

Artensterben durch Klimawandel wird dramatisch
Die Luchse stehen schon jetzt auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. Foto: © Stockbyte / Thinkstock
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Jede dritte Art ist laut Untersuchungen von Wissenschaftlern der Stony Brook University in New York durch den Klimawandel gefährdet. Das grosse Artensterben, das innerhalb der nächsten hundert Jahre auftreten soll, sei jedoch nicht auf die steigenden Temperaturen selbst zurückzuführen.

Die Tiere würden stattdessen durch den Nahrungsmangel sterben, der aufgrund der kommenden Klimaveränderungen entstehe, so die Ergebnisse der Forscher. Wird es zum Beispiel in einer Region über die Jahre immer trockener, verändert sich auch die Pflanzenwelt vor Ort. Die gewohnten Nahrungsmittel vieler Tiere würden sich damit verringern oder irgendwann gar nicht mehr zur Verfügung stehen. Können sie sich nicht mehr ausreichend mit Nahrung versorgen, vekleinert sich die Population einer Tierart, oder sie stirbt im schlimmsten Fall sogar ganz aus.

Für ihre Forschung hatten die Wissenschaftler um Abigail Cahill unterschiedliche Studien zum Artensterben herangezogen. Dabei fiel auf, dass bei keiner der Untersuchungen die steigenden Temperaturen als Ursache für das Aussterben der Arten in Frage kam. Nach Auswertung der Daten kam das Team der New Yorker Universität dann zu seinem Ergebnis, dass der Mangel an bestimmten Nahrungsmitteln die Tiere deutlich schwerer belasten würde.

Quelle: spiegel.de, Text: Bianca Sellnow